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1:1 gegen Stuttgart : Ein Handspiel verdirbt die Schalker Laune

  • Aktualisiert am

Auch das Betteln von Schalkes Amine Harit bei Schiedsrichter Benjamin Brand halt nicht. Bild: dpa

Nach 21 Bundesliga-Spielen ohne Sieg wollte Schalke endlich mal wieder drei Punkte einfahren. Gegen Stuttgart sieht es zunächst auch gut aus. Doch der VfB kommt noch zum Ausgleich, weil ein Schalker Pech hat.

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          Neuer Versuch, nächste Enttäuschung: Der FC Schalke 04 hat seine schier endlose Misserfolgsserie auch gegen Aufsteiger VfB Stuttgart nicht beenden können. Die Mannschaft von Trainer Manuel Baum kam am Freitagabend zum Auftakt des sechsten Spieltags der Fußball-Bundesliga trotz Führung nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und verpasste wieder den ersehnten ersten Saisonsieg.

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          Mit seinem ersten Bundesligator brachte Abwehrspieler Malick Thiaw (30. Minute) die Königsblauen beim Geisterspiel in der Veltins-Arena zunächst in Front, ehe Nicolás González (56./Handelfmeter) für die Schwaben ausglich. Schalke wartet nun bereits seit 22 Spielen und 287 Tagen auf einen Liga-Sieg. Trainer Baum urteilte: „Eine Halbzeit waren wir offensiv etwas besser, aber noch bei Weitem nicht so, wie wir uns das vorstellen.“

          Stuttgart bleibt auswärts ungeschlagen und kletterte mit neun Punkten sogar vorerst auf Rang vier. Dennoch haderten die Schwaben mit dem vergebenen möglichen Sieg. „Wir haben mehr vorgehabt“, sagte Gonzalo Castro. „Wir kassieren ein dummes Tor. Mit unseren Chancen in der zweiten Halbzeit hätten wir es verdient gehabt, zu gewinnen.“ Trainer Pellegrino Matarazzo lobte die „extrem dominante“ Vorstellung seines Teams nach der Pause: „Ein Sieg wäre in Ordnung gewesen.“

          Der 19 Jahre alte Youngster Thiaw sorgte für die erste Schalker Führung überhaupt in dieser Saison. Zuvor lagen die Knappen zum bislang letzten Mal am 14. Juni beim 1:1 gegen Leverkusen vorne. Der finnische Innenverteidiger erlöste die Königsblauen in seinem sechsten Bundesligaspiel mit einem Flugkopfball nach einem Freistoß von Amine Harit. Und der Führungstreffer tat den Schalkern zunächst sichtbar gut – sie agierten deutlich sicherer und entschlossener.

          Diese Phase hielt jedoch nicht lange an. Gut 25 Minuten konnten sich die Knappen, die immerhin mit viel Einsatz und Leidenschaft agierten, Hoffnung auf den ersehnten ersten Bundesliga-Erfolg seit dem 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach am 17. Januar 2020 machen. Spätestens mit dem Ausgleich durch Joker González war die Sicherheit bei den Gastgebern dann aber wieder dahin. Die Schwaben waren vor allem spielerisch die bessere Mannschaft und hätten dank einer klaren Leistungssteigerung auch einen Sieg durchaus verdient gehabt.

          Stuttgarter Ausgleich: Nicolas Gonzales verwandelt einen Elfmeter.
          Stuttgarter Ausgleich: Nicolas Gonzales verwandelt einen Elfmeter. : Bild: EPA

          Wegen der verschärften Corona-Infektionslage waren auf Schalke anders als vor zwei Wochen beim 1:1 gegen Union Berlin keine Zuschauer erlaubt. Die energischen Kommandos von Trainer Manuel Baum hallten laut durch die fast leere Arena. Kämpferisch hielt Schalke dagegen, spielerisch enttäuschte die Baum-Elf jedoch ein weiteres Mal.

          Es entwickelte sich ein intensives Spiel auf überschaubarem Niveau mit vielen Zweikämpfen, Fouls und Ballverlusten. Offensive Highlights und klare Torchancen blieben auf beiden Seiten lange Zeit aus. Der Aufsteiger aus Stuttgart hatte durch Mateo Klimowicz (4.) und Pascal Stenzel (25.) zwar zunächst die besseren Torchancen, ließ sich nach dem Rückstand aber vorübergehend die Spielkontrolle entreißen.

          Ein Strafstoß brachte die Schwaben dann zurück in die Partie: Nachdem der Schalker Innenverteidiger Salif Sané den Ball unglücklich im Strafraum an den ausgestreckten Arm bekommen hatte, entschied Schiedsrichter Benjamin Brand nach Ansicht der Videobilder auf Handelfmeter. Der eingewechselte González ließ sich die Chance zum Ausgleich nicht nehmen. Es war bereits der vierte Elfmeter gegen den Revierklub in dieser Saison – Liga-Höchstwert.

          Der Ausgleich gab den Gästen Auftrieb, die Mannschaft von Pellegrino Matarazzo drängte nun sogar auf den dritten Sieg im dritten Auswärtsspiel dieser Saison. Mit etwas Glück gelang es den Schalkern aber wenigstens, den zweiten Punktgewinn der Saison zu sichern. „Davon habe ich als Kind geträumt. Aber wir sind trotzdem enttäuscht“, sagte der Schalker Torschütze Thiaw bei DAZN. „Wir waren in der zweiten Halbzeit nicht konsequent. Wir bleiben optimistisch und blicken nach vorne.“

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