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2:0 gegen Düsseldorf : Erster Sieg für Schlusslicht Paderborn

  • Aktualisiert am

Treffsicher für Paderborn: Abdelhamid Sabiri Bild: dpa

Der Aufsteiger kämpft erfolgreich um Anschluss im Tabellenkeller der Bundesliga: Paderborn besiegt Düsseldorf mit 2:0. Ein Neuzugang und ein Abwehrspieler treffen. Aus Fortuna-Sicht ist die Niederlage völlig unnötig.

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          Aufsteiger SC Paderborn hat im neunten Anlauf endlich den ersten Saisonsieg geschafft. Der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga schlug den Abstiegskampf-Konkurrenten Fortuna Düsseldorf am Samstag mit 2:0 (1:0). Abdelhamid Sabiri mit einem Distanzschuss (43. Minute) und Sebastian Schonlau per Kopfball (64.) trafen vor 14.182 Zuschauern für den SCP. Während die Paderborner ihren Rückstand auf den Relegationsplatz auf drei Punkte verkürzten, ließ die Fortuna die große Gelegenheit aus, sich eine Woche nach ihrem 1:0-Sieg über Mainz etwas von den Abstiegsrängen abzusetzen.

          Bundesliga

          Aus Düsseldorfer Sicht war diese Niederlage völlig unnötig. Denn zumindest eine knappe Halbzeit lang lieferte die Mannschaft von Friedhelm Funkel eine Art Blaupause, wie man den angriffslustigen Aufsteiger mit wenig Aufwand aus dem Spiel nehmen kann. Düsseldorf überließ Paderborn den Ball und stellte mit drei Innenverteidigern und einem sehr defensiv orientierten Mittelfeld die eigene Spielhälfte zu. So ähnlich machten das zuletzt auch Mainz 05 und der 1. FC Köln, denn das raubt dem SCP die größte Stärke: das Tempospiel.

          Bis zum überraschenden 1:0 durch Sabiri hatten die Gastgeber nur eine Halbchance durch Ben Zolinski (5.). Auf der anderen Seite hätte die Fortuna unmittelbar vorher selbst in Führung gehen müssen. Doch nach schöner Vorarbeit von Jean Zimmer schoss Adam Bodzek den Ball aus nur sieben Metern freistehend über das Tor (41.).

          Die Paderborner zeigten dafür eine andere Qualität: Sie verlieren nicht die Nerven. Weder nach sieben Niederlagen in den ersten acht Spielen noch nach einer auch diesmal weitgehend frustrierenden Anfangsphase. Schon in der neunten Minute zeigte Trainer Steffen Baumgart dies auf bemerkenswerte Weise: Sein Flügelspieler Kai Pröger hatte von der rechten Seite in den Strafraum geflankt, den Düsseldorfer Verteidiger Kasim Adams an dessen angelegtem Arm getroffen und einen Handelfmeter gefordert. Baumgart aber signalisierte von draußen nur: „Das war kein Hand. Spiel’ weiter.“

          Die Fortuna hatte in der ersten Halbzeit zu wenig für die Offensive getan und versuchte das nach der Pause zu ändern. Schon in der 46. Minute scheiterte Dawid Kownacki an SC-Torwart Leopold Zingerle.

          Dass die Düsseldorfer ihr Spiel weiter nach vorne verlagerten, kam wiederum dem SC Paderborn entgegen. Denn mit hohem Tempo kontern ist das, was der Aufsteiger am liebsten tut. Baumgart wechselte offensiv, statt den Vorsprung nur zu verwalten. Auch deshalb konnten die Gäste nie so etwas wie einen kontinuierlichen Druck aufbauen.

          Der lange verletzte Schonlau traf nach schöner Vorarbeit von Pröger zum 2:0, auf der Gegenseite vergaben abermals Bodzek (69.) und Rouwen Hennings (70.) kurz darauf weitere gute Fortuna-Chancen. Davon erholten sich die Düsseldorfer nicht. Während ihrer Schlussoffensive war auch Paderborn durch Konter immer wieder gefährlich.

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