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1:2 gegen Freiburg : Köln verpasst den Schritt nach vorn

Freiburg bejubelt das Tor von Vincenzo Grifo. Bild: dpa

Der 16. Saisontreffer von Anthony Modeste reicht dem FC nicht für Platz drei: Der SC Freiburg stoppt den Kölner Vormarsch fürs Erste. Eine besondere Marke wird indes knapp verpasst.

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          Eigentlich ist die Kölner Konstanz unter Peter Stöger, auch wenn sie nicht mehr ganz so neu ist, immer wieder bestaunenswert. Zuletzt äußerte sie sich dergestalt, dass der FC sieben Spieltage lang Tabellenplatz sieben belegte – hauchdünn unter jenem Strich also, der die Klubs mit europäischer Zugangsberechtigung vom Rest der Bundesliga-Gesellschaft trennt. Am Sonntagabend bot sich den Kölnern die Gelegenheit, einen oder gleich mehrere Schritte nach vorn zu machen.

          Dafür aber taten sie dann doch ein bisschen zu wenig beim 1:2 in Freiburg – Platz sieben hatte damit weiter Bestand, eine Kölner Enttäuschung aber bedeutete diese Niederlage nach zuvor zwei Liga-Siegen allemal. Vincenzo Grifo brachte den als heimstark bekannten Sport-Club in der 32. Minute in Führung, Anthony Modeste glich noch vor der Pause mit seinem 16. Saisontor aus (39.), doch Maximilian Philipp (77.) stellte den schon siebten Freiburger Saisonsieg im Schwarzwald-Stadion sicher.

          Auch wenn er wenig dafür konnte, war es damit zugleich ein missratener Einstand für Neven Subotic im Kölner Trikot. Mit ihm als Winter-Leihe hatte der FC die Erfahrung von 28 Jahren und 193 Bundesligaspielen hinzugewonnen. Im Abwehrzentrum schob der in Dortmund nicht mehr gebrauchte Subotic eine ziemlich ruhige Kugel: umsichtig und unaufgeregt ging er zu Werke – im Bedarfsfall kam aber auch energischer bis rustikaler Körpereinsatz hinzu, vor allem im Luftduell. Eigentlich wirkten seine Kölner vom Start weg aufgeweckter, strukturierter.

          Doch die Freiburger setzten Energie und Leidenschaft entgegen – Mittel, mit denen sie auch manche Ungenauigkeit im Passspiel auszugleichen verstanden. Schon in der 19. Minute war die Führung nah, als sich Innenverteidiger Torrejon in den Strafraum schlich, mit seinem Kopfball aber nur den linken Pfosten traf. Dafür gab es wenig später eine Punktlandung hinter der Linie – Grifo hatte sich ein Herz gefasst, ein Kölner den Ball abgefälscht, so dass Torwart Kessler sich vergeblich streckte: von der Unterkante der Latte sprang der Ball gerade so hinter die Linie. Obendrein schied nun auch Höger verletzt aus, für ihn kam Clemens. Dass es zur Pause dann doch noch verdientermaßen 1:1 hieß, hatte viel mit einem schnittigen Ball von Hector aus der Tiefe zu tun, den folgenden Schuss von Bittencourt konnte Torwart Schwolow noch abwehren, doch dann war Modeste zur Stelle. Sein Markenzeichen, der Brillenjubel, durfte auch diesmal nicht fehlen.

          Und es fehlte nicht viel, und es wäre kurz nach der Pause gleich so weitergegangen. Doch Schwolow konnte parieren, als Modeste frei vor ihm zum Abschluss kam – es war allerdings auch abseits. Nach einer knappen Stunde dann erhielt Subotic mit seinen Nebenleuten Maroh und Heintz eine neue Aufgabe, als der Freiburger Trainer Streich seinen Edeljoker Petersen ins Spiel brachte. Aus einem ausgewogenen und bisweilen etwas fehlerbehafteten Spiel war nun ein mitreißendes geworden – mit Vorteilen für den Sport-Club. Und der Mut des Aufsteigers wurde belohnt. Entscheidenden Anteil daran hatte wiederum Grifo, der Schusstechnik mit Wucht aufs Allerbeste vereint. Seinen Freistoß von unweit der 16-Meter-Linie konnte Kessler nur abklatschen, Philipp drückte den Ball über die Linie. 29 Punkte hat der Sport-Club nun – und das ist dann doch noch beachtlicher als die Kölner Bilanz.

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