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Ruud van Nistelrooy : Ein neuer Frontmann für den HSV

  • -Aktualisiert am

Hallo, Hamburg - jetzt komm' ich: Ruud van Nistelrooy Bild: ddp

Ruud van Nistelrooy ist ein exzellenter Torjäger ein „menschlich guter Typ“. An diesem Montag stellt sich „Van the Man“ beim HSV vor. Doch um seine Stärken ausspielen zu können, muss der Niederländer erst einmal topfit werden.

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          An diesem Montag stellt sich „Van the Man“, wie er in Anlehnung an den irischen Rock- und Bluessänger Van Morrison auf der britischen Insel genannt wird, in Hamburg vor. Er ist seit Jahren ein Star des internationalen Fußballs und ein Torschützenkönig mit einer sensationellen Trefferquote. Trotzdem gilt der Niederländer Ruud van Nistelrooy als ein Mann ohne Allüren und als „menschlich guter Typ“, wie sein Landsmann Joris Mathijsen sagt.

          Dieser 33 Jahre alte Typ trägt in Zukunft das Trikot des Hamburger Sport-Vereins. Einen Vertrag bis 2011 unterschrieb der Stürmer, der für die PSV Eindhoven, Manchester United und zuletzt Real Madrid in zusammen 314 Spielen 221 Tore schoss und in den Jahren 2002, 2003 und 2005 jeweils die meisten Treffer in der Champions League erzielte.

          Dieser Angreifer par excellence hat in den späten Jahren seiner glanzvollen Karriere nun die Fußball-Bundesliga entdeckt. Sicher auch, weil er zuletzt bei Real von Knieverletzungen geplagt wurde und deshalb kaum noch gespielt hat. So fiel er zwischen November 2008 und Juli 2009 mit einem Meniskusschaden komplett aus und kam in dieser Spielzeit erst auf zwölf Minuten Primera División, in denen ihm prompt ein Tor glückte. Die Probleme mit den Knien sollen so weit überstanden sein; zurzeit plagt den Niederländer mit der „sensationellen Einstellung“, so sein künftiger Trainer Bruno Labbadia, nur ein Wehwehchen: ein Muskelfaserriss in der Wade.

          Bei Real Madrid bekam der Stürmer kaum noch Einsatzzeiten - aus Verletzungsgründen
          Bei Real Madrid bekam der Stürmer kaum noch Einsatzzeiten - aus Verletzungsgründen : Bild: AFP

          „Der HSV ist ein toller Verein mit einer starken Mannschaft“

          Van Nistelrooy, dem Rafael van der Vaart, sein holländischer Kollege bei Real, von seinem früheren Verein vorgeschwärmt haben dürfte, der auch von Mathijsen zu seinem neuen deutschen Klub empfohlen wurde und mit Labbadia und dem HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann ausgiebig gesprochen hat, will in Hamburg noch einmal sportlich angreifen.

          Schließlich drängt es den 1,88 Meter langen Rutgerus Johannes Martinus van Nistelrooy zur Weltmeisterschaft in Südafrika auch zurück ins niederländische Nationalteam. Auch wegen der internationalen Perspektiven des HSV hat der an seinen besten Tagen an die Instinktsicherheit und technische Brillanz seines großen Vorgängers Marco van Basten erinnernde Holländer in Hamburg unterschrieben.

          Angebote hatte er auch aus der Premier League: von Tottenham, West Ham und Stoke City. Wer aber bei Manchester United eine große Nummer war, heuert Jahre später ungern bei einem kleineren Verein der ersten englischen Liga an. „Ich bin wirklich sehr glücklich, dass alles geklappt hat“, zitiert ihn die Website des Hamburger SV. „Der HSV ist ein toller Verein mit einer starken Mannschaft und großen Ambitionen.“

          Von einem Schnäppchen zu reden, verbietet sich

          Tatsächlich streben die Norddeutschen mit ihrem neuen Frontmann in der Spitze auf Dauer einen Eliteplatz in der Champions League an. Van Nistelrooy, dessen Vertrag bei Real zum Saisonende ausläuft, haben sie ablösefrei bekommen. Das Gehalt des Stürmers soll dem Vernehmen nach bei rund vier Millionen Euro brutto liegen.

          Von einem Schnäppchen zu reden, verbietet sich sowieso. Für diese Billigkategorie ist dieser Profi nicht gemacht. Doch um seine Stärken ausspielen zu können, muss er erst einmal topfit werden. „Wir wissen“, sagt Labbadia über seinen neuen Star, „dass er ein Topmann ist, wir wissen aber auch, dass er noch Zeit braucht.“

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