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4:0 gegen Köln : Lewandowski trifft und trifft und gönnt

  • -Aktualisiert am

In Tipp-Kick-Manier: Robert Lewandowski trifft gegen Kölns Timo Horn. Bild: EPA

Spaziergang zum Oktoberfest-Beginn: Bayern München startet gegen Köln leicht und locker in die Münchner Festwochen. Der Torjäger vom Dienst ist gewohnt erfolgreich.

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          Als Trainer des FC Bayern, hatte Niko Kovac festgestellt, könne man „die schöne Zeit“ des Oktoberfestes gar nicht richtig genießen. „Ich werde da sein, aber nicht so oft“, kündigte er an. Es wäre aber eine gute Gelegenheit gewesen, den Samstag dort ausklingen zu lassen, nach einem 4:0-Sieg seiner Mannschaft gegen den nur eine knappe halbe Stunde lang mutig auftretenden Bundesliga-Rückkehrer 1. FC Köln. Robert Lewandowski (3./48.) sowie die beiden Neuen Philippe Coutinho (61.) und Ivan Perisic (73.) sorgten für eine gelungenen Wiesn-Auftakt beim FC Bayern.

          Bundesliga

          Allerdings war es auch vor dem Spiel nicht ganz ohne das Aufreger-Thema der vergangenen Tage gegangen. Immerhin versuchte Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic am Sky-Mikrofon nicht noch einmal nachzulegen, sondern ein wenig die Brisanz aus der Angelegenheit zu nehmen. „Es wurde genug darüber gesprochen“, sagte er. „Wir sind froh, dass wir uns heute auf Fußball konzentrieren können.“

          Boateng in der Innenverteidigung

          Das erledigten die Spieler dann über weite Strecken in seinem Sinne. Kovac nahm im Vergleich zur Champions League am Mittwoch gegen Belgrad leichte Veränderungen vor, weil einige Profis nach Länderspielreisen und der Englischen Woche mit den Bayern eine Pause benötigten. Jerome Boateng kehrte deshalb in die Innenverteidigung zurück, dafür durfte Joshua Kimmich wieder ins defensive Mittelfeld vorrücken, spielte statt Thiago neben Corentin Tolisso. Für die Akzente sollte vor diesem eher defensiv orientiertem Duo Philippe Coutinho setzen, der dies bereits am Mittwoch getan hatte. Auf der linken Angriffsseite ersetzte Serge Gnabry den leicht angeschlagenen Kingsley Coman.

          Dem Spielfluss schadete diese kleine Rotation zunächst nicht – der Ball lief flüssig durch die Reihen der Münchner, wohl auch weil die Kölner in der Anfangsphase hinten ziemlich unsortiert wirkten. So wie in der dritten Minute, als Kimmich unbedrängt vor dem Strafraum auf halbrechts in den Lauf von Robert Lewandowski spielen konnte. Der Pole hatte freie Bahn und schob den Ball vorbei am Kölner Torhüter Timo Horn zur frühen Bayern-Führung ins Tor. Die Münchner ließen anschließend keine Zweifel daran, dass sie schnell nachlegen wollten. Sie drängten auf das zweite Tor, aber wie schon in Leipzig und gegen Belgrad gingen sie nachlässig mit ihren Chancen um. Nach einem fein geschossenen Freistoß von Coutinho an den Pfosten (14.) verlagerte sich das Geschehen allerdings immer mehr auf die andere Seite des Platzes. Köln wurde mutiger und zweikampfstärker.

          Die Bayern hingegen unterstützten die Angriffsbemühungen des Gegners mit ungenauen Zuspielen und ein wenig Achtlosigkeit in der Verteidigung. Trotzdem hatte die beste Chance in dieser Phase der FC Bayern, kurz vor Ende der ersten Hälfte setzte Coutinho mit einem schönen Außenristpass Lewandowski in Szene, aber der Angreifer hob den Ball über Horn und die Querlatte.

          Die zweite Hälfe begann wie die erste: Mit einem Tor nach zwei Minuten durch Lewandowski, wieder war Kimmich der Vorbereiter, dieses Mal per Eckball, den der Pole mit dem Kopf zum 2:0 verwertete (48.). Dieses Mal ließen die Münchner nicht locker, Köln schien der Mut nun verlassen zu haben, so als hätten sie erkannt, dass sie nichts mehr würden ausrichten können gegen den Rekordmeister.

          Während Coutinho am Mittwoch nach einer Stunde die Kräfte verließen, kam er dieses Mal zu Beginn der letzten halben Stunde noch einmal richtig in Schwung. Der Brasilianer war auf dem Weg zum Tor von Ehizibue unsanft gebremst worden, den fälligen Strafstoß überließ Lewandowski dem neuen Kollegen – und der traf gleich zweimal. Schiedsrichter Patrick Ittrich ließ den Elfmeter wiederholen, weil einige Spieler zu früh in den Strafraum gestürmt waren. Coutinho traf auch beim zweiten Versuch (61.). Das 3:0 war sein Premierentreffer für den FC Bayern. Zwölf Minuten später gab es gleich noch ein Tor-Debüt im Trikot der Münchner: Ivan Perisic erzielte das 4:0 (73.). Es war der Schlusspunkt einer insgesamt doch sehr einseitigen Partie.

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