https://www.faz.net/-gtm-9v97o

Nur Remis gegen Mainz : Schalke verzweifelt an sich selbst

  • -Aktualisiert am

Sah kein Tor seiner Mannschaft: Schalke-Trainer David Wagner in Mainz Bild: EPA

Die Königsblauen kommen auch in Mainz nicht aus ihrem Tief heraus und verlieren die Champions-League-Plätze zusehends aus den Augen. Es ist das vierte sieglose Spiel in Serie für den FC Schalke.

          1 Min.

          Helau und Humba täterä: Die Fußball-Karnevalisten des 1. FSV Mainz 05 ließen es schon eine Woche vor den drei tollen Tagen krachen. Mit den saisonalen Evergreens, kostümierten Fans und der Bundesliga-Mannschaft in einem Karnevalstrikot in den rot-weißen Vereinsfarben. Fehlte nur das passende Resultat gegen die westfälischen Karnevalsmuffel des FC Schalke 04. Gar nicht so einfach, denn ein Heimspiel im Outfit der „fünften Jahreszeit“ haben die Rheinhessen noch nie gewonnen. „Dann machen wir das eben jetzt“, sagte Trainer Achim Beierlorzer vor der Sonntagsbegegnung und vergaß dabei für einen Moment, dass er mit seinem zweiten Karnevalsverein in dieser Saison nach dem 1. FC Köln erst ein Heimspiel gewonnen hatte.

          Bundesliga

          Dabei blieb es auch am Sonntagabend in einem ereignisarmen, torlosen Duell, das so gar nicht die fröhliche Stimmung rundum spiegelte. Die Mainzer, die am vergangenen Wochenende durch den 3:1-Sieg bei der Hertha den Berliner Abschied von Trainer Jürgen Klinsmann beschleunigt hatten, waren die aktivere der beiden Mannschaften. Doch vor dem Tor der Westfalen fehlte ihnen meist die zündende Idee und die Durchschlagskraft, um aus ein paar gescheiten Ideen die befreiende Tat zu machen. Am nächsten an einem Treffer für den Tabellenfünfzehnten war Quaison, in Berlin noch der Mainzer Dreifachtorschütze, mit einem Schuss, den Torhüter Nübel gegen die Latte lenkte (79. Minute).

          Die Schalker dagegen, nun schon seit vier Spielen sieglos, beschieden sich mit der Kontrolle über eine Begegnung, in der der Tabellensechste nicht sonderlich inspiriert wirkte. Am Ende besaß McKennie noch eine große Chance zum 1:0, als sein Kopfball das Ziel nur um Zentimeter verfehlte (90.+1). So blieb es bei einem 0:0 ohne Nachhall.

          Trainer David Wagner, der einst am Bruchweg stürmte (1991 bis 1995), erlebte bei seiner Rückkehr in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt keinen Moment, der zur langen Erinnerung taugte. „Uns fehlt im Moment die Leichtigkeit nach vorn“, bilanzierte er ein Spiel, in dem sich seine Mannschaft wieder einmal „schwergetan hatte, Torchancen zu kreieren“. Der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder wies darauf hin, dass die Mainzer am Sonntag erstmals in dieser Saison unentschieden gespielt hätten. „Von daher war es schon etwas Besonderes.“ Wohl dem, der sich auch über Mini-Erträge freuen kann.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          War als Journalistin schon vor ihrem Bruder erfolgreich: Rachel Johnson

          Rachel Johnsons Buch : Being Boris’ Schwester

          Ehrgeiz wird in dieser Familie übergroß geschrieben, öffentliche Aufmerksamkeit ist für sie lebensnotwendiger Treibstoff: Was das Buch von Boris Johnsons Schwester Rachel zwischen den Zeilen verrät.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.