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Relegations-Rückspiel : Hansa Rostock steigt in die dritte Liga ab

  • Aktualisiert am

Hinterhergelaufen: Hansa Rostock verpatzt die Relegation und spielt künftig drittklassig. In unserem Bild verpatzt Fin Bartels den Zweikampf und muss sich dem Ingolstädter Ralf Keidel geschlagen geben Bild: dpa

Herbe Niederlage: Im Relegations-Rückspiel der zweiten Fußball-Bundesliga musste sich der FC Hansa Rostock abermals geschlagen geben. Der FC Ingolstadt gewann mit 2:0 und steigt in die zweite Liga auf. Rostock wird künftig drittklassig spielen.

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          Hansa Rostock ist erstmals in seiner Vereinshistorie in die Drittklassigkeit abgestürzt. Die Hanseaten verloren am Montagabend auch das Relegations-Rückspiel gegen den FC Ingolstadt mit 0:2 (0:1) und steigen damit neben TuS Koblenz und Rot Weiss Ahlen aus der 2. Fußball-Bundesliga ab.

          Die Ingolstädter, die am Freitag zu Hause mit dem 1:0 im Hinspiel schon den Grundstein für den Erfolg gelegt hatten (Bundesliga-Relegation: Ingolstadt schnuppert am Aufstieg), feierten dank der Treffer von Fabian Gerber (8./78.) den sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.

          Während Ingolstadt im Freudentaumel versank, steht Rostock - einst Flaggschiff ein ganzer Region - nach der Pleite im wichtigsten Spiel der Club-Geschichte vor einem Scherbenhaufen. Die Hanseaten drücken neun Millionen Euro Schulden, die Lizenz für die kommende Saison wurde nur mit Auflagen erteilt. Ob man die nun angesichts der geringeren Einnahmen und dem sinkenden Etat überhaupt erfüllen kann scheint fraglich.

          Außerdem droht die Mannschaft auseinanderzufallen; Vorstand und Aufsichtsrat stehen vor der Ablösung, Entlassungen im Umfeld des Vereins sind angesichts der klammen Kassen wahrscheinlich. „Wir sind überglücklich, jetzt fließen Bier und Schampus. Das wird die nächsten vier Wochen so weitergehen“, sagte Doppel-Torschütze Gerber. Rostocks Trainer Marco Kostmann war geschockt: „Wir haben versucht, bis zum Schluss alles nach vorne zu werfen. Aber es hat nicht gereicht.“

          Blamable Vorstellung der Rostocker

          Während die Ostseestädter nahtlos an ihre blamable Vorstellung vom Hinspiel anknüpften, verdienten sich die Ingolstädter die Rückkehr in die zweite Liga mit einer deutlichen Steigerung. Im Gegensatz zu den zwar
          kämpfenden, aber spielerisch zumeist überforderten Rostockern ließen die Gäste ein Konzept erkennen. Den ersten Warnschuss auf das von Alexander Walke abermals fehlerfrei gehütete Rostocker Tor gab Tobias Fink bereits nach sieben Minuten ab. 60 Sekunden später war es passiert: Gerber nutzte einen katastrophalen Fehlpass von Hansa-Kapitän Martin Retov zum 1:0. Ebenso clever sorgte er zwölf Minuten vor Schluss für die Entscheidung.

          Außer gutem Willen hatte der FC Hansa dem Kontrahenten insgesamt nicht viel entgegenzusetzen. Erst in der 42. Minute bekam der früh eingewechselte Enrico Kern die erste Rostocker Torchance, verzog jedoch. Zuvor hatte Walke gegen den Ingolstädter Torjäger Moritz Hartmann sein ganzes Können aufbieten müssen, um das 0:2 zu verhindern (36.). So war der Aufstieg der Ingolstädter in der Summe hochverdient.

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