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Relegation zur 2. Bundesliga : Nürnberg gelingt die Rettung in letzter Minute

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Grenzenloser Jubel bei Nürnbergs Trainer Michael Wiesinger nach dem Abpfiff des Relegationsspiels gegen den FC Ingolstadt. Bild: dpa

Nach dem Hinspiel scheint Nürnberg dem Klassenerhalt ganz nahe. Doch drei Treffer der Ingolstädter bringen den „Club“ an den Rande des Abgrunds – bis Schleusener in der fünften Minute der Nachspielzeit der entscheidende Treffer gelingt.

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          Der 1. FC Nürnberg hat den Absturz von der Bundesliga in die 3. Liga durch einen Treffer von Fabian Schleusener (90.+6) nach einer dramatischen Zitterpartie abgewendet. Der neunmalige deutsche Meister verlor das Relegationsrückspiel beim FC Ingolstadt mit 1:3 (0:0), rettete sich nach dem 2:0 im Hinspiel aber aufgrund der Auswärtsregel. Der Club verhinderte damit seinen zweiten Sturz in die Drittklassigkeit nach 1996.

          2. Bundesliga

          Retter in höchster Not war Schleusener, der den Club davor bewahrte, mal wieder zum Depp zu werden. Nach den Treffern durch Ingolstadts Kapitän Stefan Kutschke (53.), den Nürnbergs Torhüter Christian Mathenia durch eine unglückliche Abwehraktion begünstigt hatte, Tobias Schröck (62.) und Robin Krauße (66.) hatten die Nürnberger schon ganz dicht am Abgrund gestanden.

          „Mein Puls ist bei 200. Ich bin unheimlich erleichtert. Ich dachte, ich überlebe das nicht“, stammelte Nürnbergs Aufsichtsratschef Thomas Grethlein nach dem erlösenden Abpfiff. Die „Club“-Delegation konnte am Ende einer verkorksten Saison nach dem Bundesliga-Abstieg 2019 doch noch feiern. Dem FC Ingolstadt fehlten nur Augenblicke zum Aufstieg. „Das ist natürlich brutal“, meinte Trainer Tomas Oral.

          „Wir gehen ins Spiel, um auf gar keinen Fall ein Gegentor zu kassieren. Aber wir müssen auch nicht unbedingt 3:0 gewinnen.“ Tatsächlich ging Ingolstadt zunächst kein Risiko und überließ dem Club die Initiative. Auch die Nürnberger ließen sich aber nicht locken, waren stets darauf bedacht, Ball und Gegner zu kontrollieren und keine Räume oder Konterchancen anzubieten. Erst mal müsse hinten „die Null wegverteidigt“ werden, hatte Übergangstrainer Michael Wiesinger bereits nach dem Hinspiel betont.

          Der Club hatte früh eine gute Kopfballchance durch Mikael Ishak (9.), nach gab es kaum Torraumszenen. Ingolstadt wurde nach gut 20 Minuten allerdings mutiger, kämpfte sich in die Partie und besaß bei einem Freistoß von Robin Krauße (28.), dessen Schuss knapp am Tordreieck vorbeiflog, eine gute Gelegenheit zur Führung. Nürnberg kam danach besser aus der Pause, konnte eine gute Chancen aber nicht nutzen. Und plötzlich kippte die Partie.

          Bei zwei Freistößen von Marcel Gaus agierten die bis dahin gut stehenden Nürnberger sehr ungeschickt. Die Sicherheit aus den ersten 50 Minuten war damit dahin, nach dem dritten Gegentreffer taumelte der Club – raffte sich aber noch einmal auf.

          Nach der späten Rettung ist in Nürnberg noch ungewiss, wie es personell weitergeht. Wiesinger betonte mehrfach, er gehe davon aus, auf seinen Posten als Leiter des Nachwuchszentrums zurückzukehren. Sein Relegations-Assistent Marek Mintal wird als neuen Cheftrainer gehandelt. Der umstrittene Sportvorstand Robert Palikuca muss um seinen Job bangen.

          Darüber hinaus laufen die Verträge von Mikael Ishak und Eigengewächs Patrick Erras aus – beide gehörten zu den Besten in der Relegation. Außenspieler Robin Hack wird wohl zur TSG Hoffenheim zurückkehren.

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