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Red-Bull-Besitzer : Mateschitz nennt Kritik an RB-Klubs „lächerlich“

  • Aktualisiert am

„Nullkommanullirgendwas Prozent aller Fußballinteressierten“: Nur wenige mögen die RB-KLubs nicht, behauptet Dietrich Mateschitz. Bild: dpa

Die Kritik von Fans an Fußball-Zweitligaklub RB Leipzig ist groß. Oder doch nicht? Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz kontert in einem Interview die Vorwürfe gegen sein Fußball-Projekt – und holt zum Rundumschlag aus.

          Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz hat die Kritik an den Transfers zwischen seinen Fußball-Klubs als „lächerlich“ bezeichnet. Zudem äußerte sich der österreichische Milliardär in einem Interview der österreichischen Nachrichtenagentur APA auch in aller Deutlichkeit zur vermeintlichen Feindschaft, die seinem deutschen Zweitligaverein RB Leipzig entgegengebracht wird. Diese halte sich doch sehr in Grenzen, meinte Mateschitz in dem schriftlichen Interview, das am Donnerstag veröffentlicht wurde.

          „Wenn man die Mathematik strapazieren möchte, handelt es sich hier um nullkommanullirgendwas Prozent aller Fußballinteressierten.“ Es seien die hinreichend bekannten „Randgruppen, die entweder nichts verstehen oder nichts verstehen wollen oder sonstige Beweggründe haben“, meinte Mateschitz. Der 70-Jährige kritisierte in dem Zusammenhang auch die Medien. „Zum Problem wird dieser schwer zu verstehende Aktionismus erst dadurch, dass er von den Medien aufgegriffen wird und für so manche Schlagzeile dienen muss.“

          Mateschitz rechtfertigte die Transfers zwischen seinen Klubs, zu denen Red Bull Salzburg, die New York Red Bulls und RB Leipzig gehören. „Erstens sind wir natürlich versucht, Synergien zu nutzen, wer würde das nicht?“ Und zweitens seien diese Aktivitäten alle im Rahmen des vom Fußball-Weltverband Fifa vorgegebenen Reglements.

          Vier Red-Bull-Fahrer-Titel durch Vettel

          Mateschitz sprach im APA-Interview auch über den Motorsport und erklärte, dass für Red Bull ein Verbleib in der Formel 1 nur mit einer wettbewerbsfähigen Antriebseinheit Sinn mache. „Wenn wir diese nicht haben, haben wir auch mit dem besten Auto und den besten Fahrern keine Chance, um den Sieg mitzufahren“, sagte der Rennstallbesitzer Dietrich Mateschitz. Die Entwicklung eines eigenen Motors schloss der Milliardär aus, „ganz einfach weil wir kein Automobilhersteller sind, der diese Investitionen rechtfertigen könnte“. Red Bull bekommt seit Jahren seine Antriebseinheiten von Renault.

          Mit dem französischen Hersteller feierte das Team von 2010 bis 2013 vier Fahrertitel in Serie durch Sebastian Vettel und vier WM-Triumphe in derselben Zeit in der Konstrukteurswertung. Seit dem Umstieg von Saug- auf Turbomotoren zur vergangenen Saison fährt Red Bull nicht mehr um den Titel mit. Bis 2016 läuft der aktuelle Vertrag noch. „Ein sogenannter Kundenmotor ist – wie jeder weiß – auch nicht die Lösung. Also muss es uns mit Renault gelingen, an die Leistung von Ferrari und vor allem Mercedes näher heranzukommen“, betonte Mateschitz und stellte klar: „In der F1 werden wir nur bleiben, wenn wir ein wettbewerbsfähiges Team haben, dafür ist eine wettbewerbsfähige Antriebseinheit Voraussetzung.“

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