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2:3 in Mainz : Böser Leipziger Patzer bei der Bayern-Verfolgung

  • -Aktualisiert am

Leipziger Enttäuschung: In Mainz gibt es eine Niederlage. Bild: EPA

Wenigstens RB wollte den Münchnern im Kampf um den Meistertitel noch auf den Fersen bleiben. Doch das scheint nun unsicherer denn je. In Mainz verlieren die Leipziger ein spannendes Spiel. Und der FSV hofft wieder.

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          Bis Samstag Nachmittag, 15.30 Uhr, galt die 13. Saisonniederlage des FSV Mainz 05 als ausgemachte Sache. Um 17.25 Uhr jedoch hatte der Tabellenvorletzte der Fußball-Bundesliga diese These widerlegt. Und das ausgesprochen eindrucksvoll mit einem 3:2 (2:2)-Heimsieg gegen den Tabellenzweiten RB Leipzig. Die aufopferungsvoll kämpfende und diesmal auch strukturiert nach vorne spielende Mannschaft unterstrich die Aussage, die Sportdirektor Martin Schmidt unter der Woche im Zusammenhang mit den Transferaktivitäten des Klubs getätigt hatte: „Wir haben uns nicht aufgegeben.“

          Bundesliga

          Cheftrainer Bo Svensson hatte seine Anfangsformation gegenüber dem vorangegangenen 0:2 gegen den VfL Wolfsburg auf mehreren Positionen umgestellt. Unter anderem rückten die beiden von Eintracht Frankfurt gekommenen Neuzugänge hinein: Dominik Kohr ins zentrale Mittelfeld und Danny da Costa in die Fünferkette. Und der Rechtsverteidiger, der genau einmal mit seinen neuen Kollegen trainiert hatte, bereitete den Siegtreffer vor. Mit einem Antritt aus dem Mittelfeld, mit dem er Marcel Halstenberg überlief, und einer Hereingabe kurz vor der Grundlinie. RB-Torwart Peter Gulacsi ging in die Knie und wollte den Ball aufnehmen, doch der heranstürmende Leandro Barreiro spitzelte die Kugel an den ausgestreckten Armen vorbei ins Netz (50.).

          Die erste Mainzer Führung in dieser Partie sollte den Endstand markieren – und war nicht glücklich, sondern verdient zustande gekommen. Die Gastgeber hatten dem hohen Favoriten schon in der ersten Halbzeit ein Spiel mindestens auf Augenhöhe geliefert. „Wir nehmen den Kampf an, wir wollen pressen, hoch anlaufen und den Gegner vom Tor weghalten“, erläuterte Schmidt in der Halbzeitpause die Herangehensweise seines Trainers Bo Svensson, die eigentlich keiner Erläuterung bedurft hätte. So klar war sie zu erkennen, und so gut funktionierte sie.

          Große Mainzer Leidenschaft

          Lediglich nach einem Distanzschuss von Marcel Sabitzer, den Tyler Adams über die Line drückte (15.), und nach einer weiten Flanke auf den langen Pfosten, als Moussa Niakhatés und Stefan Bells Klärungsversuche beim frei stehenden Halstenberg landete (30.), musste sich Torwart Robin Zentner geschlagen geben.

          Vom Gleis werfen ließen sich seine Vorderleute durch beide Gegentreffer nicht, und beide Male glich Niakhaté aus. Erstaunlicherweise beide Male nach Standards. Zunächst schlug Danny Latza einen Freistoß von halblinks, Dominik Kohr setzte am zweiten Pfosten einen Flugkopfball an, Gulacsi wehrte ab, und Niakhaté reagierte am schnellsten (24.). Dann schlug Latza eine Ecke, Stefan Bell stieg am höchsten, und dessen Kopfball nutzte der Franzose aus anderthalb Metern zum 2:2.

          Ihren zweiten Saisonsieg verteidigten die 05er in der sechsminütigen Nachspielzeit mit großer Leidenschaft. Zentner lenkte einen brandgefährlichen Distanzschuss von Christopher Nkunku um den Pfosten und rettete im Eins-gegen-Eins mit Nordi Mukiele; auf der anderen Seite verpassten Karim Onisiwo und Stefan Bell den möglichen vierten Treffer. Der aus Frankfurt nach Mainz ausgeliehene Da Costa urteilte anschließend: „Das war eine geile Teamleistung.“

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