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Unfall bei RB Leipzig : Nagelsmann schießt Assistenten ins Krankenhaus

  • Aktualisiert am

Julian Nagelsmann schießt scharf – im Training von RB Leipzig. Bild: AFP

RB Leipzig trifft sich mit dem großen Sturmtalent Erling Haaland und sieht gute Chancen auf eine Verpflichtung. Derweil schießt Trainer Julian Nagelsmann scharf – mit schmerzhaften Folgen für einen seiner Helfer.

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          Mit einem harten Schuss hat Trainer Julian Nagelsmann von RB Leipzig seinen Videoanalysten Benjamin Glück abgeschossen und verletzt. „Es war ein sehr harter Schuss von mir. Er hat den Schuss mit dem falschen Körperteil geblockt, mit dem Hals und Gesicht statt mit dem Fuß. Dann ging‘s ihm gestern nicht mehr so gut“, meinte Nagelsmann am Freitag auf der Pressekonferenz augenzwinkernd zum „Sportunfall im Spiel Zwei gegen Zwei“. Daraufhin fuhr er seinen Trainerkollegen selbst in ein Leipziger Krankenhaus, wo laut Nagelsmann die Diagnose „Quetschung des Vagus-Nervs diagnostiziert“ wurde. Glück musste die Nacht daher im Krankenhaus verbringen und fällt für das Spiel an diesem Samstag (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) bei Fortuna Düsseldorf aus. Nagelsmann und Glück sind gut befreundet, ihre Zusammenarbeit begann 2013 in der U 19 der TSG Hoffenheim.

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          Leipzig hat derweil die Jagd auf Sturmtalent Erling Haaland von Schwesterklub RB Salzburg eröffnet. „Ich habe mich bemüht, ihm in gutem Englisch zu sagen, was meine Idee vom Fußball ist. Ich glaube, dass es ganz gut gelaufen ist, dass es ein gutes Gespräch war“, sagte Nagelsmann und bestätigte ein Treffen mit dem 19 Jahre alten Norweger am vergangenen Mittwoch in Leipzig. Es gäbe noch nichts zu verkünden, meinte Nagelsmann, denn „nach solchen Gesprächen kann man relativ wenig sagen, weil sie doch sehr einseitig sind, du als Trainer viel erzählst. Der Spieler und sein Berater hören viel zu“.

          RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff sieht für Leipzig gute Chancen. „Wir müssen uns hier nicht mehr verstecken, was die Attraktivität angeht, auch nicht hinter Borussia Dortmund. Wir haben einen fantastischen Trainer, sind in einer tollen Stadt mit guter Fanbegeisterung. Wir spielen attraktiven Fußball und sind ein Verein, der jungen talentierten Spielern mehr als Chancen gibt“, meinte Mintzlaff, der seinen Vertrag am Freitag vorzeitig bis Mitte 2024 verlängerte.

          Parallel lobte Nagelsmann auch Nationalspieler Benjamin Henrichs als „Spieler mit großem Potenztal“, doch „ich wäre auch zufrieden, wenn wir mit dem identischen Spielerkader in die Rückrunde gehen“. Mit der Rückkehr der Verletzten erhöht sich die Qualität weiter. Zwar rechnet Kapitän Willi Orban nach seiner Knieverletzung (Arthroskopie) erst im Februar mit dem Einstieg ins Mannschaftstraining. Doch Innenverteidiger Ibrahima Konaté soll laut Nagelsmann zum Rückrundenstart wieder dabei sein. Auch Tyler Adams steht noch in diesem Jahr vor einer Rückkehr ins Team.

          So muss Nagelsmann weiter rotieren. Nach dem schlampigen Remis in Lyon wurde er trotz des Gruppensiegs in der Champions League fuchsteufelswild. Doch nachtragend sei er nicht. „Ich bin mit dem Status quo nicht zufrieden. Die Spieler werden wieder Chancen kriegen, vielleicht auch morgen, dann können sie es wieder besser machen“, betonte Nagelsmann vor dem Bundesligaspiel in Düsseldorf. „Es geht nie um den Menschen, immer um die Sache, nur so entwickelt man sich auch. Der Spieler bekommt dieselbe Liebe wie vorher, als wenn er gewonnen hätte.“

          Mal die unverblümte Wahrheit, dann wieder Streicheleinheiten. Gerade vor diesem Duell will er sein Team wachrütteln. „Es ist schon eine Mannschaft, die nickelig spielt, in einigen Momenten positiv eklig ist und dem Gegner wehtun kann“, sagte Nagelsmann. Zudem habe Fortuna mit Rouwen Hennings einen Torjäger, „der sehr viel trifft und die beste Chancenverwertung von allen Stürmern in der Bundesliga hat“, betonte Nagelsmann, der die Erfolgsserie in der Liga ausbauen will: Seit fünf Spielen ist RB ungeschlagen, fuhr fünf Siege mit 22:6 Toren ein.

          Er fordert beim Tabellensechzehnten eine Reaktion. „Wichtig ist, dass wir auf das richtige Emotionsniveau kommen“, meinte Nagelsmann. Der Druck wird nicht geringer. Selbst der sonst mit Prognosen zurückhaltende Ralf Rangnick traut der „besten Mannschaft der Vereinsgeschichte“ den Gewinn der deutschen Meisterschaft zu. „Es ist möglich. Vielleicht etwas unwahrscheinlich zum jetzigen Zeitpunkt der Saison - aber für mich ein mögliches Szenario“, sagte der 61-Jährige im Sky-Interview und ergänzte: „Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, denke ich, können wir unter die ersten Drei kommen und die ersten drei schließt Platz eins mit ein.“

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