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1:1 in Frankfurt : Leipzig kann Bayerns Ausrutscher nicht nutzen

Mehr als der Ausgleich von Yussuf Poulsen gelang Leipzig nicht mehr. Bild: AFP

Die Münchner spielen nur 1:1. Doch Verfolger RB macht es nicht besser. Das Spiel in Frankfurt endet mit dem gleichen Ergebnis wie das des FC Bayern. Die Eintracht rotiert dabei erfolgreich zu einem Punktgewinn.

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          Die Frankfurter Eintracht muss weiter auf den zweiten Heimsieg warten. Trotzdem ist das 1:1 gegen RB Leipzig als Erfolg zu werten. Schließlich hatten es die Sachsen in der Champions League zuletzt bis ins Halbfinale geschafft. Doch am Samstagabend, als die Eintracht unter Flutlicht zum Topspiel des achten Bundesliga-Spieltags bat, fand das Team von Julian Nagelsmann nicht die rechten Mittel, um in Frankfurt zu überzeugen. Im Gegenteil: Für die Mannschaft von Eintracht-Trainer Adi Hütter war es ein weiteres Erfolgserlebnis gegen RB. Vor neun Monaten glückten den Hessen in der Liga und im Pokal zwei Siege gegen Leipzig, nun das 1:1, bei dem Aymen Barkok (43. Minute) die Eintracht zunächst in Führung geschossen hatte, ehe Yussuf Poulsen ausglich (57.).

          Bundesliga

          Es war der Abend der großen Veränderungen. Adi Hütter entschied sich in seinen taktischen Überlegungen für die Rückkehr zur Viererkette. Zudem besetzte der Eintracht-Trainer seine Startelf mit gleich fünf neuen Profis – einer komplett neuen halben Feldspielercrew also. Makoto Hasebe, Dominik Kohr, Almamy Touré, Steven Zuber und Bas Dost, vor zwei Wochen noch beim 2:2 in Stuttgart allesamt erste Wahl, mussten gegen RB zunächst auf der Auswechselbank Platz nehmen. Evan Ndicka, Djibril Sow, Erik Durm, Filip Kostic und Barkok durften sich von Beginn an beweisen. Es war eine mutige Entscheidung des Frankfurter Trainers. Vor allem durch die Hereinnahme von Kostic und Barkok erhoffte sich der 50 Jahre alte Fußballlehrer Frische und Fortüne auf den beiden Außenflanken.

          Die Eintracht begann die Partie gegen die favorisierten Leipziger genauso, wie sich Hütter das tags zuvor öffentlich gewünscht hatte: aufmerksam, agil, fokussiert. „Wir brauchen einen außergewöhnlichen Tag“, hatte Hütter vor dem Kräftemessen mit RB gesagt. Gut verteidigen und schnell umschalten – die Frankfurter Spieler konnten Hütters Wunsch halbwegs erfüllen. Vor allem defensiv stand die neu gebildete Abwehr mit den beiden Außenposten Durm und Ndicka. Als sich den Leipzigern in der elften Minute die erste gute Gelegenheit bot, war der aufmerksame Kostic zur Stelle, um vor dem einschussbereiten Amadou Haidara zu klären. Vier Minuten später bot sich dem Favoriten die zweite Chance; diesmal war Ndicka einen Tick schneller als Daniel Olmo.

          Offensiv war von der Eintracht in diesem Spielabschnitt nichts zu sehen – bis zur 22. Minute. Da fand Kostic mit seinem Eckball in Martin Hinteregger einen dankbaren Abnehmer. Doch der Kopfball des österreichischen Innenverteidigers strich knapp über das Leipziger Tor. Nach einer guten halben Stunde zeigte die jetzt immer mutiger zu Werke gehende Eintracht ihren besten Angriff, flott vorgetragen durch ihren Aktivposten Kostic. Von Barkok auf rechts gingen zunächst keine Impulse aus. Doch dies sollte sich ändern.

          Hatte die Eintracht noch Glück, dass dem vor Kevin Trapp frei stehenden Dayot Upamecano der Ball versprang und damit die Chance zur möglichen Leipziger Führung vertan war (36.), schlug sie kurz vor der Pause eiskalt zu. Ndicka spielte einen Freistoß von weit hinten aus der eigenen Hälfte Richtung Strafraum. Keiner der vier dort postierten Leipziger fühlte sich für die Ballsicherung verantwortlich. Der gedankenschnelle Barkok erfasste die Gunst des Augenblicks, die sich ihm bot. Er nahm Kurs Richtung Tor und vollendete gekonnt zum 1:0 (43.).

          Nach dem Seitenwechsel war es die Eintracht, die zunächst gefährlich in den Leipziger Strafraum eindrang. Diesmal hatte Kostic Pech: Sein Schuss prallte vom Außenpfosten ins Aus (46.). RB erhöhte fortan das Tempo und übernahm das Spielgeschehen. Folge und Lohn des deutlichen Aktivitätsschubs: das 1:1 in der 57. Minute. Nach einer Flanke von Angelino spitzelte der eingewechselte Poulsen den Ball unhaltbar in das rechte Eck des Frankfurter Tores.

          Hütter reagierte, nahm den schwachen Daichi Kamada aus der Partie und schickte Dominik Kohr ins Mittelfeld (63.). Die Eintracht wurde wieder stärker, und Silva bot sich die Chance, seine Mannschaft abermals in Führung zu bringen, doch der Portugiese traf den Ball nicht richtig (79.). Eine Minute später ging Silva vom Platz – Dost sollte es besser machen. Doch die Eintracht schaffte es nicht mehr, die nur scheinbar übermächtigen Leipziger entscheidend zu treffen.

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