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RB Leipzig : Höhenflug, ohne abzuheben

  • Aktualisiert am

Jubel des Tabellenführers: Willi Orban nach seinem Führungstor. Bild: EPA

Souverän und problemlos kehrte RB Leipzig durch einen 3:0-Sieg bei Werder Bremen vor Rekordmeister Bayern München an die Tabellenspitze zurück. Allerdings waren die stark ersatzgeschwächten Hanseaten auch ein dankbarer Gegner.

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          Auf dem Rasen geht der sportliche Höhenflug von RB Leipzig weiter, doch verbal abheben und Rekordmeister Bayern München reizen will beim alten und neuen Bundesliga-Tabellenführer vorerst niemand. „Das war noch keine Drohung an die Liga“, sagte Trainer Julian Nagelsmann nach dem souveränen 3:0 (2:0) bei Werder Bremen und war fast krampfhaft bemüht, bei seinem Team Haare in der Suppe zu finden: „Wir haben kein Feuerwerk abgebrannt und waren nicht immer dominant genug.“

          Dabei war der ungefährdete Erfolg gegen die Hanseaten der positive Abschluss einer Englischen Woche mit einem Remis gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München und einem Auftaktsieg in der Champions League bei Benfica Lissabon. Aber bei aller Zufriedenheit über diese Miniserie ließ sich auch Willi Orban nicht aus der Reserve locken.

          „Im Vergleich zu den Bayern müssen wir noch konstanter werden. Wir spielen noch nicht optimal, aber zumindest effizient“, sagte der „Oberbulle“, der die Gäste höchstpersönlich per Kopfball in der 13. Minute in Führung brachte. Nach weiteren Toren von Marcel Sabitzer (35.) und Marcelo Saracchi (83.) war der dritte Auswärtssieg in Serie eingefahren.

          Geschwächtes Werder

          Nagelsmann, der angesichts der Tiefe des Leipziger Kaders gefahrlos eine kleine Rotation anordnen konnte, wertete den Auftritt im Weserstadion als „erwachsen gespielt“, verwies jedoch im gleichen Atemzug auf die schweren personellen Nöte der Platzherren: „Wenn Werder mit voller Kapelle spielt, kann es auch ganz anders aussehen.“

          Hätte, hätte Fahrradkette! Ohne zehn Leistungsträger sind die Norddeutschen, denen aktuell aus dem Profikader kein einziger gelernter Innenverteidiger zur Verfügung steht, bestenfalls Liga-Mittelmaß. Zwar stehen mehrere Akteure kurz- und mittelfristig vor einer Rückkehr, aber auf die Grün-Weißen warten zwei schwere Auswärtsspiele hintereinander bei Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt.

          „Wir werden uns aber nicht von unserem Weg abbringen lassen. Wir haben auch schon in Dortmund gewonnen, wir müssen dort nicht verlieren“, sagte Werder-Coach Florian Kohfeldt. Am Rückhalt der Fans jedenfalls fehlte es nicht, nach dem dritten Gegentor erhoben sich die Zuschauer, um die große Moral der Grün-Weißen zu honorieren.

          Für Kohfeldt ein bemerkenswertes Signal: „Dieser Dank der Fans war wichtig für uns.“ Und auch Routinier Philipp Bargfrede, nach einer Knieoperation erstmals seit März wieder im Einsatz, genoss nicht nur sein Comeback, sondern auch den Zuspruch des Publikums: „Mund abputzen und positiv bleiben - das ist der Tenor.“

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