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0:0 gegen Frankfurt : Leipzig macht Druck, aber keine Tore

  • -Aktualisiert am

Kaum zu glauben: Leipzig mit Sabitzer und Frankfurt treffen das Tor nicht. Bild: dpa

Beim Duell der Tabellennachbarn offenbart sich ein Klassenunterschied. Leipzig aber fehlt beim torlosen Remis das Glück. Erst am Ende wird Frankfurt besser – und setzt fast den Lucky Punch.

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          Manchmal bedeuten Zahlen nichts im Fußball. Am Samstag trennten sich die Tabellennachbarn RB Leipzig und Eintracht Frankfurt 0:0 – und doch offenbarte sich am Samstag ein Klassenunterschied. Kaum zu glauben, wie sich RB gegen die wegen ihrer Robustheit bekannten Frankfurter eine Torchance nach der anderen erarbeiten, kaum zu glauben, wie sie eine nach der anderen vergaben. Dabei scheiterten sie weniger am Unvermögen, denn am fehlenden Glück. Oft fehlten nur Zentimeter zum Torerfolg, manchmal stand im letzten Moment noch ein Frankfurter im Weg.

          Bundesliga
          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Der Respekt vor den Frankfurtern ließ sich in der Mannschaftsaufstellung der Leipziger ablesen. Trainer Ralf Rangnick bot in Mukiele, Orban und Ilsanker drei Innenverteidiger auf, um das Eintracht-Offensiv-Trio Jovic, Haller und Rebic unter Kontrolle zu halten. Das gelang bis auf ganz wenige Ausnahmen außerordentlich gut. Vor allem, weil die drei kaum ein verwertbarer Ball erreichte. Um dem Leipziger Pressing zu entgehen, schlugen die Frankfurter lieber den Ball einfach nach vorne, als ihn über Kombinationen in die gegnerische Hälfte zu spielen. Viele Bälle landeten im Nirgendwo. Ein Freistoß von Kostic, brachte in der ersten Halbzeit die größte Gefahr für RB – Torwart Gulacsi parierte prächtig. Die defensive Grundordnung hinderte Leipzig nicht daran, auch in der Offensive zu überzeugen. Die Sachsen hatten schon in den ersten 25 Minuten einige Gelegenheiten zum 1:0.

          Nach einer Phase, in der die Eintracht die Partie ein wenig beruhigen konnte, nahm die Überlegenheit der Leipziger in der zweiten Halbzeit extreme Formen an. Das Überraschende am Spielverlauf: Die Mannschaft von Trainer Rangnick war nicht nur spielstärker, sondern auch energischer in den Zweikämpfen als die für ihre Aggressivität gefürchteten Hessen. Dass es nach 70 Minuten immer noch 0:0 stand, war nur einer Verkettung unglücklicher Umstände aus Sicht der Sachsen zu verdanken. Bei Orbans Direktabnahme nach einer Ecke hatte der Frankfurter Mittelfeldspieler Fernandes auf der Linie stehend den Ball noch weggeköpft, Sabitzers Schuss landete am Pfosten und Werners Kopfball um Zentimeter neben dem Tor.

          In der Schlussphase schaffte es die Eintracht, etwas mehr die Kontrolle am und im eigenen Strafraum zu gewinnen. Und in der 88. Minute hatte Einwechselspieler Gacinovic nach einem Konter sogar die Chance zum 1:0 für die Frankfurter. Doch der Ball landete am Außennetz.

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