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RB Leipzig : Ein rotes Tuch

Sportlich funktionierts: RB Leipzig Bild: dpa

Die DFL stellt Zweitligaaufsteiger RB Leipzig Bedingungen für die Lizenz - und Red-Bull-Chef Mateschitz reagiert trotzig. Das ist ungeschickt. Der Fußball ist nicht die Formel 1. Ein Kommentar.

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          Natürlich ist der Name Programm bei RB Leipzig. Aber so? Dietrich Mateschitz wirkt in seinem Zorn, als wolle er mit dem Kopf durch die Wand. Beziehungsweise in den Profifußball. Jetzt sieht er rot, wie ein wilder Stier. Und angeblich schwarz für sein Projekt. Die Deutsche Fußball-Liga verlange schriftlich, auf jedwede Mitsprache zu verzichten, zudem, das ist bekannt, die Änderung des Vereinslogos (auf die der Deutsche Fußball-Bund trotz ähnlicher Statuten einst geflissentlich verzichtet hatte) und leichteren Zugang zur Vereinsmitgliedschaft. Sonst gibt es von der DFL keine Lizenz.

          Da will der Red-Bull-Boss nicht mitspielen. Mehr Mitsprache, mehr als die bislang kolportierten neun Vereinsmitglieder? „Ich glaube nicht, dass wir auf diese Art und Weise viermal Formel-1-Weltmeister geworden wären.“ Klar, dass Mateschitz nun die ganze Wucht der Häme trifft, die Fans vermeintlich „normaler“ Vereine seit jeher gegenüber dem Leipziger Fußballprojekt pflegen. Sie wollen den eingetragenen Verein Rasenballsport tatsächlich nicht in „ihrer“ Liga. Obwohl auch mancher „traditionelle“ Bundesliga-Klub, aufgepumpt durch Sponsormillionen transnationaler Konzerne, von ähnlich freier Hand träumt.

          Hat sportlich funktioniert: Red Bulls Formel-1-Star Vettel
          Hat sportlich funktioniert: Red Bulls Formel-1-Star Vettel : Bild: dpa

          Aber Mateschitz ist ungeschickt. Erstens gelten die DFL-Auflagen für alle. Jedenfalls bis auf Weiteres, eine gerichtliche Klärung der 50+1-Regelung, zum Beispiel. Und zweitens gleicht der Weg zum Erfolg im Fußball zwar dem in der Formel 1. Er kostet viel Geld. Aber deshalb lässt sich die Herangehensweise nicht von der einen auf die andere Sportart übertragen. Es gibt gewisse kulturelle Unterschiede. Die deutschen Fans sind stolz auf das Gefühl, als Mitglieder in ihren Vereinen mitreden zu können, selbst wenn sie oft wenig zu sagen haben. Diese Mitsprache ist ein Wert an und für sich.

          Christoph Becker
          (chwb.), Sport

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