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2:1 bei Hoffenheim : Die Leipziger zeigen es Nagelsmann

  • -Aktualisiert am

Yussuf Poulsen zeigte sich in blendender Form in Sinsheim. Bild: dpa

Das Duell der Trainer Nagelsmann und Rangnick gibt dem Spiel eine spezielle Note. Leipzig besiegt das aktuelle Team seines künftigen Trainers und pirscht sich vor. Ein RB-Spieler überragt.

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          Zwei Männer, ein Duell: Auch darum ging es in Sinsheim am Samstagnachmittag. Denn obwohl Fußball ein Mannschaftssport ist und sich die TSG 1899 Hoffenheim und RB Leipzig in der Rhein-Neckar-Arena gegenüberstanden, interessierte auf den ersten Blick mehr noch der Zweikampf der Trainer.

          Bundesliga

          Auf der einen Seite der Kraichgauer Erfolgscoach Julian Nagelsmann, der im kommenden Sommer nach Leipzig wechselt und das schon im Juni bekanntgab, und auf der anderen Seite der ehemalige Hoffenheimer Trainer Ralf Rangnick, der den Oberbayern in seiner Funktion als RB-Sportdirektor frühestmöglich verpflichtete. Versteht sich, beide Protagonisten die spezielle Note dieser Begegnung herunterspielten. Nagelsmann mit der Bemerkung, „für mich ist das ein ganz normales Bundesligaspiel“; Rangnick mit der Feststellung, „es geht für mich nicht darum, zu zeigen, wer der bessere Trainer ist“.

          Vom Ergebnis her sah es am Samstag so aus, als ob es Rangnick wäre. Doch derart aussagekräftig war der Leipziger 2:1-Erfolg durch zwei Tore von Yussuf Poulsen (53./73. Minute) und einem Gegentreffer von Kramaric per Foulelfmeter (90.+3) gegen eine ersatzgeschwächte Hoffenheimer Elf nun auch nicht. Leipzig stellte mit dem Erfolg vom Samstag den Anschluss an die Spitzengruppe her. Hoffenheim dagegen fiel drei Tage vor dem Champions-League-Heimspiel gegen Manchester City ins Bundesliga-Mittelmaß zurück.

          Nagelsmann hatte sein Team gegenüber dem 3:1-Sieg in Hannover auf sechs Positionen verändert – teils erzwungenermaßen, weil sich Kapitän Vogt und sein Innenverteidigerkollege Bicakcic verletzt abgemeldet hatten. Lange schien es, als wollten beide Teams mit ihren Kräften haushalten.

          Vor dem Spiel war die Laune des Hoffenheimer Trainers Nagelsmann noch besser.

          Erst gegen Ende der ersten Hälfte kam mehr Schwung in die Partie, als Leipzig mobil machte, Kampls Schuss die Latte traf und der Hoffenheimer Akpoguma Werners Versuch gegen den Pfosten lenkte (43.); auf der anderen Seite war Belfodils Kopfball zuvor von der Lattenunterkante auf die Torlinie geprallt (19.).

          Drei Aluminiumtreffer, aber noch kein aufregendes Spiel: Das sollte nach der Pause besser werden. Leipzig war schon wenig später durch Poulsens Flachschuss nach Werners Vorarbeit erfolgreich. Der Appetit auf mehr war geweckt, und so legte der Däne noch einmal nach, als er Kampls Vorlage mit dem Oberschenkel ins Tor drückte. Kramarics Anschlusstreffer kam zu spät.

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