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Eintracht in der Einzelkritik : Randal Kolo Muani als robustes Energiebündel

Randal Kolo Muani Bild: Imago

Beim 1:1 in Berlin ist der Stürmer aus Frankreich der beste Frankfurter. Er überzeugt mit Einsatz und Spielfreude und weckt Erwartungen. Mario Götze sucht vergeblich nach der zündenden Idee.

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          Kevin Trapp: Nicht schon wieder, wird sich der Torhüter gedacht haben. Nach dem 1:6 gegen die Bayern fiel Herthas Führungstreffer schon nach drei Minuten. Beim Kopfball von Suat Serdar ohne Chance. Was zu halten war, hielt er.

          Jörg Daniels
          Redakteur in der Sportredaktion

          Almamy Touré: Seine Leistungskurve zeigt nach unten. Unsicher, unkonzentriert und mit taktischen Aussetzern. Schafft es nicht, auf lange Sicht Stabilität zu erlangen.

          Bundesliga

          Tuta: Hatte als Abwehrchef alle Hände voll zu tun, Struktur in das anfängliche Durcheinander zu bekommen, das der mangelhaften Einstellung der Eintracht-Profis geschuldet war. War selbst auch nicht fehlerfrei. Entwickelte dann jedoch den nötigen Behauptungswillen.

          Evan Ndicka: Nicht in Normalform. Baut aktuell stark ab. Dem Franzosen fehlt es an Aufmerksamkeit und Entschlossenheit. Hätte die Flanke vor dem 0:1 unterbinden können.

          Ansgar Knauff: Ihm wollte kaum etwas gelingen. Rannte in Halbzeit eins auf der Seite vor der Frankfurter Trainerbank rauf und runter. Bekam dementsprechend viel Kritik von Trainer Oliver Glasner zu hören. Den Führungstreffer konnte er im Luftduell nicht verhindern. Nach 45 Minuten war für ihn Dienstschluss.

          Djibril Sow: Fleißig, aber besonders in den ersten 45 Minuten zu wirkungslos. Hatte viel zu viel Gefallen an Rückpässen. Der Schweizer ist in dieser Runde noch nicht der gewünschte Führungsspieler.

          Christopher Lenz:  Ihm gewährten die Berliner reichlich Freiraum. Wohl mit Absicht. Denn diesen wusste er kaum zu nutzen. Auch seine Flanken haben nicht die Qualität von Filip Kostic. Nun will ihm Luca Pellegrini den Platz streitig machen.

          Mario Götze: War in der ersten halben Stunde nur Mitläufer statt Gestalter. Viel besser wurde es auch danach nicht. Suchte oft vergeblich nach der zündenden Idee.

          Daichi Kamada: Schoss das 1:1. Leitete aber auch mit einem Ballverlust das 0:1 ein. Bisweilen zu sorglos im Ballumgang. Konsequentes Verteidigen ist nicht seine Sache. Seine Stärken liegen in der Offensive.

          Randal Kolo Muani: Stärkster Frankfurter. War ein großer Gewinn für sein Team. Lief viel und schnell, strotzte vor Spielfreude, eroberte Bälle und verteilte sie geschickt. Ein robustes Energiebündel mit Ausstrahlung. Sein gelungenes Startelfdebüt weckt große Erwartungen.

          Lucas Alario: Konnte mit seinem unternehmungslustigen Angriffskollegen nicht mithalten. Nahm am Spiel viel weniger teil. Der Argentinier lässt sich an Toren messen. Nur noch liegt sein Ertrag bei null.

          Faride Alidou: Ersetzte Knauff. Gab ein vielversprechendes Bundesligadebüt. Traute sich einiges zu und brachte Schwung ins Spiel auf der rechten Außenbahn.

          Rafael Borré: Musste sich als Einwechselspieler für Alario bewähren. Hätte zum Siegtorschützen werden können. Doch Referee Willenborg nahm seine Elfmeterentscheidung zurück. Das Foul von Torhüter Oliver Christensen am Kolumbianer war für ihn doch nicht ahndungswürdig.

          Jesper Lindström: Kam für Götze ins Spiel. Mit Licht und Schatten.

          Makoto Hasebe: Musste für Touré ran. Erfüllte seine Aufgabe mit viel Routine.

          Kristijan Jakic: Löste Kamada ab. Ohne nennenswerte Aktion.

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