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Pyro-Show bei Berliner Derby : „Wir haben nichts davon geahnt“

  • Aktualisiert am

Feuerwerk zu Beginn des Spiels über dem Stadion an der Alten Försterei Bild: EPA

Der Start des Berliner Derbys wird begleitet von unzähligen Raketen und jeder Menge Pyrotechnik. Dabei bricht sogar ein Feuer aus. Union Berlin gibt sich überrascht von der fragwürdigen Aktion.

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          Fußball-Bundesligaverein 1. FC Union Berlin ist von einer fragwürdigen Pyro-Show der eigenen Anhänger beim Derby gegen Hertha BSC überrascht worden. „Wir waren da weder involviert noch haben wir ein Feuerwerk bestellt. Wir haben nichts davon geahnt, gewusst oder ähnliches“, sagte Christian Arbeit, Geschäftsführer Kommunikation bei Union, nach dem 1:1 (1:1) am Sonntagabend: „Wir waren am Löschen beteiligt, aber an nichts anderem.“

          Die Begegnung im Stadion An der Alten Försterei hatte begleitet von unzähligen Raketen und jeder Menge Pyrotechnik begonnen. Rund drei Minuten lang war am Sonntagabend ohrenbetäubender Lärm durch die Feuerwerkskörper zu hören. Auf einem Video, das die „Bild“-Zeitung online veröffentlichte, war auch zu sehen, dass Feuerwerkskörper auf dem Stadiondach gezündet wurden. Direkt darunter brach auf dem Dach eines Verkaufsstandes ein Feuer aus, das gelöscht werden musste.

          Polizei ermittelt nach Feuer

          Ein Feuerwerk war auch hinter der Heimtribüne auf der Waldseite gezündet worden. „Der Weg ist auf öffentlichem Gelände sehr nah am Stadion, insofern kann man da sehr leicht einfach hinlaufen und eine Rakete in den Abendhimmel schießen“, sagte Arbeit. Das Spiel wurde von der Aktion nicht beeinflusst. Fans waren beim Hauptstadtduell im Stadion aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie nicht zugelassen.

          „Es besteht der Verdacht der Sachbeschädigung durch Feuer beziehungsweise ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz“, bestätigte ein Sprecher der Berliner Polizei dem Sport Informations Dienst. Verdächtige Personen sind noch nicht bekannt, das Feuerwerk sei auf dem Stadiondach per Fernzündung ausgelöst worden. „Dieses Abbrennen des Feuerwerks verursachte zudem eine Beschädigung einer Belüftungsanlage“, sagte der Sprecher.

          Die Polizei stellte neben der Feuerwerksaktion auch Verstöße gegen die geltenden Corona-Regeln fest. Rund 300 Personen hätten sich demnach am Stadion aufgehalten, bei fünf Personen stellten die Einsatzkräfte „Verstöße gegen die Maßnahmenverordnung“ fest und leiteten entsprechende Verfahren ein.

          „Das habe ich ehrlich gesagt gar nicht mitbekommen, dass da was gebrannt hat“, sagte Oliver Ruhnert, Unions Geschäftsführer Profifußball, nach der Partie bei Sky. „Wie das passieren kann, ist relativ einfach: Wahrscheinlich haben sich Leute irgendwo zusammengebracht und dann irgendwo gemeint, da ein Zeichen setzen zu müssen. Ich persönlich brauche das auch nicht. Auf der anderen Seite muss man auch immer wieder sagen: Wir spielen hier Fußball-Bundesliga und keiner kann dabei sein. Das ist immer schwierig für die Menschen.“ Man wolle die Aktionen nicht, aber man müsse Verständnis haben für die Menschen, die nicht dabei sein könnten, sagte Ruhnert.

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