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Aubameyang vs. Lewandowski : Das Duell der Super-Stürmer bleibt ohne Sieger

  • -Aktualisiert am

Geklärt: David Alaba haut den Ball vor dem anlaufenden Aubameyang weg Bild: Reuters

Beim torlosen Remis zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern gehen die beiden Torjäger Aubameyang und Lewandowski ausnahmsweise leer aus. Das ist vor allem bei einem von beiden außergewöhnlich.

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          Borussia Dortmund gegen Bayern München – das war auch das Duell der beiden erfolgreichsten Stürmer der Fußball-Bundesliga. Vor dem unmittelbaren Vergleich in Dortmund führte Robert Lewandowski vom FC Bayern mit 23:22 Toren vor Pierre-Emerick Aubameyang vom BVB. Dabei bleibt es auch nach dem 0:0 im Spitzenspiel zwischen Herausforderer Dortmund und Tabellenführer München.

          Aubameyang besaß zwar häufiger die Gelegenheit zum Torschuss als sein polnisch-bajuwarisches Gegenüber, beendete aber zum ersten Mal in dieser Saison ein Heimspiel in der Liga unverrichteter Dinge. In den zehn Partien zuvor im Dortmunder Stadion (gegen Hannover fehlte er verletzt) hatte der Gabuner jeweils mindestens einen Treffer erzielt.

          Zwei richtig gute Torjäger: Aubameyang herzt Lewandowski Bilderstrecke
          Zwei richtig gute Torjäger: Aubameyang herzt Lewandowski :

          Ein Jahr lang hatten Lewandowski und Aubameyang bei Borussia Dortmund zusammengespielt, bis der Pole seine steile Karriere beim FC Bayern fortsetzte. Vor dem Gipfeltreffen der Rückrunde hatten die beiden besten Torjäger der Liga ihre gegenseitige Wertschätzung zum Ausdruck gebracht. So lobte Lewandowski vor allem das Sprintvermögen des schnellsten Bundesliga-Stürmers. „Sein Tempo ist unglaublich“, sagte er. „Auf den ersten zehn, zwanzig Metern kommt man kaum hinterher. Wenn er einmal vorbei ist, kannst du es vergessen.“

          Diese Erfahrung musste Joshua Kimmich in der Anfangsphase der schwungvollen Partie machen. Von Henrich Mchitarjan mit einem präzisen Steilpass in Szene gesetzt, setzte Aubameyang sich im Spurt gegen den Bayern-Verteidiger durch, scheiterte mit seinem Schuss aus spitzem Winkel aber an Nationaltorhüter Manuel Neuer.

          Umgekehrt hatte auch Aubameyang anerkennende Worte für seinen früheren Mitstreiter Lewandowski gefunden. Vor allem dessen kühle, clevere Art im Abschluss habe ihn schon bei ihrem ersten Zusammentreffen beeindruckt. „Ich habe damals gedacht: Boah, ich muss genauso cool werden. Nach und nach klappt das jetzt.“ An diesem Abend allerdings nicht. Kurz nach der Pause bot sich Aubameyang abermals die Chance zum Führungstreffer. Von Ilkay Gündogan angespielt, legte er sich den Ball selbst mit dem Kopf vor, brachte aber keinen Abschluss zustande, der Neuer an seine Grenzen geführt hätte. In der Schlussphase versuchte sich Aubameyang als Vorarbeiter, fand aber in Einwechselspieler Adrian Ramos keinen treffsicheren Abnehmer.

          Auf der Gegenseite kam auch Lewandowski dieses Mal nicht so zum Zuge, dass er seinen ärgsten Konkurrenten im Kampf um die „Torjägerkanone“ deutlicher hätte auf Distanz halten können. Lewandowski verpasste es im ersten Durchgang zweimal, das Spiel als Torschütze entscheidend mitzuprägen. Die besten Bayern-Chancen indes hatten andere, Arjen Robben etwa oder Arturo Vidal etwa, dessen Schuss BVB-Torhüter Roman Bürki reaktionsschnell an die Latte lenkte. Mit Blick auf das große Ganze, also die deutsche Meisterschaft, spricht nach der Partie zwischen dem Zweiten und dem Ersten des Klassements viel für die Bayern, die ihren Vorsprung von fünf Punkten verteidigt haben. Im Wettbewerb der besten Torschützen bleibt es dagegen überaus spannend.

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