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Mainz 05 : Mwenes wundersame Rückkehr

„Sehr gut gemacht“: Der Mainzer Philipp Mwene (rotes Trikot) durfte mit seinem Comeback gegen Paderborn zufrieden sein. Bild: dpa

Philipp Mwene hatte lange Verletzungssorgen. Nun steht der Linksverteidiger Mainz 05 zur Verfügung. Am Sonntag gegen Düsseldorf könnte er mit seinem Team einen wichtigen Schritt gehen.

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          Lange 476 Tage hatte Philipp Mwene zuletzt warten müssen. Der 26 Jahre alte Österreicher musste wegen einer langwierigen und operativ behandelten Patellasehnenreizung ein Jahr lang komplett in der Fußball-Bundesliga aussetzen. Am vergangenen Samstag aber stand Mwene dann beim 2:0-Sieg seines FSV Mainz 05 so überraschend in der Startelf, dass seine Eltern es nicht mehr von Wien nach Mainz schafften wegen ausgebuchter Flieger. Als Linksverteidiger überzeugte der 2018 vom Erzrivalen 1. FC Kaiserslautern in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt gewechselte Mwene und hielt gar 90 Minuten durch: „Das hat mich selbst überrascht, dass der Muskel nicht irgendwann nach 80 Minuten zugemacht hat.“

          Bundesliga

          „Philipp hat im Training immer mehr gezeigt, was er kann“, sagte Trainer Achim Beierlorzer am vergangenen Wochenende zu den Beweggründen für die überraschende Startelfnominierung in einer äußerst wichtigen Begegnung unter Kellerkindern. „Und er hat es im Spiel dann sehr gut gemacht.“ Eine Garantie auf einen Einsatz auch im nächsten Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf an diesem Sonntag (18.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und Sky) ist das freilich nicht.

          Denn Beierlorzer bleibt seinem Prinzip der vergangenen Wochen treu: Er glaubt an die beflügelnde Wirkung des Konkurrenzkampfs. Zugute kommt dem Trainer dabei, dass der Kader bis auf den immer noch im Aufbau befindlichen Innenverteidiger Stefan Bell vollzählig auf dem Trainingsplatz steht. „Ich kann aus dem Vollen schöpfen“, sagt der 52 Jahre alte Trainer. „Jeder kann sich zeigen, in dieser langen Trainingswoche vor dem Spiel am Sonntag sogar in einer zusätzlichen Trainingseinheit.“

          Siegerbonus oder Auffrischung?

          Als gesetzt fühlen für das Spiel gegen den direkten Verfolger Düsseldorf darf sich derzeit vermutlich lediglich die Achse um Torhüter Robin Zentner, die Innenverteidiger Moussa Niakhaté und Jeffrey Bruma, Mittefeldspieler Ridle Baku sowie Torjäger Robin Quaison. Alle anderen Positionen sind hart umkämpft, auch wenn die gegen Paderborn aufgebotenen Akteure wie eben Mwene einen gewissen Siegerbonus genießen dürften. Beierlorzer sprach immerhin davon, dass das Paderborn-Spiel bezüglich der Herangehensweise ans nächste Kellerduell gegen den Tabellensechzehnten aus Düsseldorf als „Blaupause“ dienen kann.

          Er weiß indes auch, dass sein Team nach Erfolgserlebnissen zu Lethargie neigt. Er könnte sich also anders als zuletzt nach dem Sieg in Berlin, als er im folgenden Spiel gegen Schalke die exakt gleiche Startelf ins Spiel schickte, für eine gewisse Auffrischung entscheiden. Die Eltern von Philipp Mwene dürften ihre Flüge dennoch frühzeitig gebucht haben.

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