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Wolfsburg verliert in Bochum : Pantovic vergrößert Kohfeldts Probleme

  • Aktualisiert am

Sorgenvoller Blick: Für Florian Kohfeldt wird die Luft in Wolfsburg schon wieder dünner. Bild: dpa

Bochums Kunsttorschütze Pantovic trifft diesmal ganz unspektakulär. Das reicht, um die Wolfsburger endgültig in den Tabellenkeller zu ziehen. VfL-Trainer Florian Kohfeldt gerät in Bedrängnis.

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          Der VfL Wolfsburg hat auch sein sechstes Bundesliga-Spiel in Serie verloren und damit einen Vereinsnegativrekord aufgestellt. Die Mannschaft des angezählten Trainers Florian Kohfeldt verlor zum Rückrundenauftakt der Fußball-Bundesliga nach einer ganz schwachen Leistung beim VfL Bochum mit 0:1 (0:0).

          Milos Pantovic erzielte in der 65. Minute den goldenen Treffer für den Aufsteiger. Während die Bochumer einen perfekten Start ins neue Jahr erwischten, schrillen in Wolfsburg die Alarmglocken. Nach dem 18. Spieltag ist der VfL endgültig im Abstiegskampf angekommen. Der Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt für die Niedersachsen nur noch zwei Punkte.

          Bundesliga

          Vor leeren Rängen an der Castroper Straße war den Wolfsburgern die große Verunsicherung anzumerken. Kohfeldt, der vor der Partie angekündigt hatte, „etwas Neues schaffen“ zu wollen, sah leichtfertige Ballverluste im Aufbauspiel. Bochum kam mit geringem Aufwand zu aussichtsreichen Möglichkeiten. Danilo Soares und Elvis Rexhbecaj zielten allerdings über das Tor von VfL-Schlussmann Koen Casteels.

          Erst in der 26. Minute spielten sich die bis dato harmlosen Wölfe ihre erste Gelegenheit heraus. Der stramme Schuss des Nationalspielers Ridle Baku strich nur knapp am Pfosten vorbei. Den Gästen fiel auch in der Folge wenig ein. Die heimstarken Gastgeber überzeugten mit einer gewohnt kampfbetonten Gangart, einfache Stockfehler und Nickligkeiten unterbrachen immer wieder den Spielfluss.

          „Mentalität, Intensität, eklig sein“, hatte Wolfsburgs Torjäger Wout Weghorst gefordert. Doch auch nach der Pause tat sich der Meister von 2009 schwer, zu den Tugenden zurückzufinden, mit denen der VfL in der vergangenen Spielzeit in die Champions League gestürmt war. In der Königsklasse waren Weghorst und Co. trotz einer vergleichsweisen einfachen Auslosung als Gruppenletzter ausgeschieden.

          In der Offensive lief bei Wolfsburg wenig zusammen. Kohfeldt munterte seine frustrierten Spieler immer wieder auf. Auf der Gegenseite stieg das Selbstvertrauen der Bochumer nach jeder gelungenen Aktion. Das Team von Trainer Thomas Reis schmiss sich in jeden Zweikampf.

          Durch einen engagierten Auftritt verdiente sich die Westfalen die Führung durch den laufstarken Pantovic, der nach einer Flanke von Gerrit Holtmann von Gegenspieler Maxence Lacroix angeköpft wurde. Auch nach dem Rückstand fiel den Wolfsburgern wenig ein.

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