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Ärger in der Bundesliga : Entsetzen nach Spuck-Attacke von Schalke-Spieler

  • Aktualisiert am

Ozan Kabak steht nach seiner Attacke im Spiel gegen Bremen am Pranger. Bild: AP

Schalke leidet schon genug unter der schlimmen sportlichen Krise und der Entlassung von Trainer David Wagner. Nun muss sich der Verein auch noch mit einer sehr unappetitlichen Sache auseinandersetzen.

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          Der Bremer Bundesliga-Profi Ludwig Augustinsson hat mit Entsetzen auf die Spuckattacke von Schalkes Abwehrspieler Ozan Kabak reagiert. „Das ist nicht schön, das hat nichts mit Fußball zu tun. Das ist nicht Fairplay“, sagte Augustinsson am Samstagabend nach dem 3:1-Erfolg von Werder Bremen beim FC Schalke 04 im TV-Sender Sky. Die Situation in der 27. Minute habe er gar nicht bemerkt, sagte der 26 Jahre alte Schwede beim Betrachten der Fernsehbilder.

          „Das war Absicht, eine bewusste Aktion“, sagte Sky-Experte Lothar Matthäus. „Als Spieler angespuckt zu werden, ist das Schlimmste. Ich hoffe, dass er noch bestraft wird.“ In der 84. Minute sah Kabak wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. „Ich weiß, dass die Situation auf Schalke unruhig ist. Aber das ist natürlich ein absolutes Unding, was nicht auf den Fußballplatz gehört, eine klare Rote Karte“, sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt.

          Schalke-Coach David Wagner meinte: „Ich kenne Ozan und bin überzeugt, dass es keine Absicht war.“ Mit möglichen vereinsinternen Konsequenzen muss sich Wagner nicht mehr beschäftigen – er wurde wegen der sportlichen Krise des Klubs am Sonntagmorgen entlassen. Selbst Schalke-Kapitän Omar Mascarell kritisierte den Mitspieler. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, meinte der Spanier: „Wir haben alle einen hohen Puls, aber das darf nicht passieren.“

          Vom Deutschen Fußball-Bund droht Kabak noch nachträglich eine Sperre aufgrund der vorhandenen TV-Bilder, auf denen seine Aktion zu sehen ist. Kabak bat am Abend bei Augustinsson bei Twitter um Entschuldigung und beteuerte: „Es war keine Absicht, die Sicht von außen täuscht. Ich habe so etwas noch nie gemacht und werde es auch niemals tun, da es einfach unsportlich ist. Dies war sehr unglücklich. In jedem Fall Entschuldigung an Ludwig.“

          Nach einem Foul spukt der Schalker den Bremer Ludwig Augustinsson (am Boden) an.
          Nach einem Foul spukt der Schalker den Bremer Ludwig Augustinsson (am Boden) an. : Bild: AP

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