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1:1 bei der TSG Hoffenheim : Erfolgreiche Operation Punktgewinn geglückt

  • -Aktualisiert am

Den Ball im Blick: Der Mainzer Moussa Niakhaté versteckt sich im Duell mit Steven Zuber hinterm Ball. Bild: EPA

Advent, Advent, Hoffenheim sich wieder remis trennt: Wie in allen Begegnungen zuvor im Advent spielt die TSG auch im spätesten Vorweihnachtsspiel der Bundesligageschichte unentschieden. Mainz 05 ist damit sehr zufrieden.

          Zuerst spielten sie famos, danach kämpften sie um jeden Meter, um bloß das kleine Weihnachtspräsent aus der Sinsheimer Arena mit nach Haus zu nehmen. Am Ende waren sie geschafft und hatten es geschafft. Nach zuletzt vier Niederlagen gegen die TSG Hoffenheim glückte dem 1. FSV Mainz 05 im Jahresabschlussspiel der Bundesliga ein 1:1 beim Tabellensiebten. Demirbay (11. Minute) für die Kraichgauer und Mateta (17.) schossen die beiden Sonntagstore in einem 45 Minuten lang beiderseits niveauvollen und danach von Hoffenheim bestimmten Spiel. Für die Mainzer war das Unentschieden ein schöner Jahresabschluss, haben sie doch eine gute Hinrunde mit 21 Punkten hingelegt, die der Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz Platz zwölf in der Tabelle bescherte.

          „Die erste Halbzeit war offenes Visier von beiden Seiten“, sagte Mittelfeldspieler Danny Latza über die intensive Partie, „in der zweiten Hälfte haben wir uns mehr auf das Verteidigen konzentriert.“ Mannschaftskapitän Stefan Bell lobte die „Konstanz“ während der Hinrunde. „Wir waren mit fast allen Topmannschaften der Liga auf Augenhöhe.“ Und Trainer Sandro Schwarz sprach von einem „guten Punkt“ für seine Mannschaft, die in der zweiten Halbzeit auch mit dem Glück im Bund gewesen sei. „Wir sind mit der Hinrunde in puncto Verhalten und Mentalität auf dem Platz sehr zufrieden.“

          Bundesliga
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          Auch in Sinsheim verschafften sich die Mainzer schnell Respekt. Torchancen in Hülle und Fülle bot die erste Hälfte – mit einem Plus für die Hoffenheimer. Die beiden Treffer durch die zwei besten Spieler ihrer Mannschaften belegten augenfällig die Topqualität dieses attraktiven Liga-Schlussakords am 17. Spieltag. Zunächst war der Hoffenheimer Demirbay mit einem Rechtsschuss ins rechte Eck erfolgreich, dem eine ganze Drehung des Spielmachers um den verdutzten Mainzer Gbamin vorangegangen war. Fünf Minuten später glich der Mainzer Mittelstürmer Mateta mit einem wuchtigen Schuss unter die Latte nach Brosinskis Freistoß und einer schlechten Kopfballabwehr des Hoffenheimer Abwehrchefs Vogt zum 1:1 aus. Mateta blieb in der Folge ein steter Gefahrenherd für die Abwehr der Kraichgauer, die gegen den 1,92 Meter langen Angreifer meistens zu kurz kam. So auch bei Matetas zweitem Schuss ins Tor (44.), dem Schiedsrichter Stegemann aber zu Recht die Anerkennung verweigerte, weil der Franzose hauchzart im Abseits gestanden hatte.

          Nachweise gewachsener Stärke

          Den Zuschauern wurde in diesem Spielabschnitt eine packende, bewegte Auseinandersetzung zweier fast gleichwertiger Teams geboten. Das ist bei den Duellen mit Hoffenheimer Beteiligung fast Standard, bei Mainz dagegen der gelegentlich aufscheinende Nachweis einer zuletzt erheblich gewachsenen Spielstärke. Die in ihrer Anfangsformation gegenüber dem 2:2 gegen Eintracht Frankfurt am Mittwochabend unveränderten Rheinhessen lieferten bei ihren Attacken laufend Beweise für ein Kompliment des Hoffenheimer Trainers Julian Nagelsmann an die Adresse des Gegners: „Ihre größte Waffe ist sicherlich ihr Tempo. Das ist mit die schnellste Mannschaft der Liga.“

          Matetas Freude: Der Franzose hat für Mainz ausgeglichen.

          Ein Mainzer aber landete inmitten seiner schwunghaften Mannschaft hart: Innenverteidiger Niakhaté, der sich nach einem Kopfballduell den Fuß vertrat und durch Hack ersetzt wurde (41.). Auch Mateta, mit Sprechchören gefeiert, musste wegen einer Oberschenkelblessur vorzeitig gehen. Für ihn kam Onisiwo (68.).

          Das spielerische Niveau der ersten Hälfte konnten die Mainzer gegen die nun ständig auf sie zustürmenden Nordbadener nicht mehr halten. Dafür verteidigten sie mannhaft das Remis, wobei besonders Torhüter Zentner gefragt war, der bei seinen Paraden manchmal auch Glück hatte. Als dann Grifos Schuss in der Nachspielzeit den Pfosten traf, war die Operation Punktgewinn geglückt. Weihnachten kann kommen.

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