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Nur 2:2 gegen Mainz : Münchner Qualen

  • -Aktualisiert am

Kein Durchkommen: Robert Lewandowski bekommt die harte Gangart des Gegners zu spüren. Bild: AP

Aggressive Mainzer setzen dem Rekordmeister beim 2:2 gehörig zu. Der Mannschaft von Carlo Ancelotti mangelt es dabei an der Leichtigkeit.

          Das Champions-League-Aus hat beim FC Bayern Spuren hinterlassen. Gegen den FSV Mainz 05 fehlten am Samstag die Leichtigkeit und Spiellust, mit der der deutsche Rekordmeister in dieser Rückrunde bisher meistens im eigenen Stadion aufgetreten war.

          Zwar blieben die Münchner beim 2:2 auch im 20. Bundesliga-Heimspiel in Serie ohne Niederlage, aber sie kassierten zum ersten Mal seit fast vierzehn Monaten wieder mehr als ein Gegentor. Die Rheinhessen waren vor 75.000 Zuschauern durch Bojan (3.) und den von Daniel Brosinski verwandelten Foulelfmeter (40.) zwei Mal in Führung gegangen, aber der Tabellenführer kam durch Arjen Robben (16.), Thiago (73.) zurück.

          Neben Sven Ulreich für den verletzten Manuel Neuer im Tor gab es in Rafinha, Juan Bernat und Thomas Müller drei weitere Veränderungen in der Anfangself der Bayern gegenüber dem Spiel bei Real Madrid. Trainer Carlo Ancelotti musste auf die angeschlagenen Innenverteidiger Javier Martinez und Jerome Boateng verzichten, Philipp Lahm und Xabi Alonso gönnte er auf deren Abschiedstour noch einmal eine kleine Pause auf der Bank.

          Der einen Freud: Fabian Frei (l) und Yoshinori Muto feiern mit den Mainzer Fans Bilderstrecke

          Die Mainzer hatten dem Rekordmeister die letzte Heimniederlage in der Bundesliga beigebracht, Anfang März des vergangenen Jahres gewann die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt in der Münchner Arena 2:1. Und diese Partie begann tatsächlich wie jene des 24. Spieltags der vergangenen Saison. Mainz erzielte den ersten Treffer in München.

          Die Bayern hatten in der Anfangsphase den Ball kaum aus der eigenen Hälfte gebracht, sich vom engagierten Gegner überrumpeln lassen. Die Abwehr wirkte ungeordnet, als sich Bernat an der Eckfahne ausspielen ließ, diesen Fehler merzte zwar Rafinha noch aus, aber dann versuchte Arturo Vidal, den Ball zurück zu Ulreich prallen zu lassen, übersah in dieser dritten Minute jedoch Bojan, der sich auch noch gegen Thiago durchsetzte und aus elf Metern vorbei am Münchner Ersatztorhüter zum 1:0 traf.

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          Die Münchner kamen mit dem frühen Pressing des Gegners nicht zurecht. Und die Mainzer hätten beinahe sogar das 2:0 erzielt, als Levin Öztunali plötzlich allein vor Ulreich auftauchte, aber der Münchner Ersatztorhüter konnte den nicht besonders plazierten Schuss parieren. Fast im Gegenzug sorgte der FC Bayern für den ersten gefährlichen Auftritt im Strafraum der Rheinhessen. Robben hatte die Seite gewechselt, kam nach einem Zuspiel von Franck Ribéry über halblinks und schoss flach an Torwart Jannik Huth vorbei ins lange Eck zum 1:1 (16.).

          Es folgte die stärkste Münchner Phase in der ersten Hälfte, in der allerdings David Alaba nicht mehr mitwirken konnte. Der Österreicher musste nach dem Ausgleichstreffer angeschlagen vom Platz, für ihn kam Joshua Kimmich und nahm auch die nun vakante Position in der Innenverteidigung ein. Eine Minute später setzte sich Müller auf der rechten Seite durch, spielte in die Mitte, aber dort verpasste Robert Lewandowski den Ball. Die Bayern waren nun dem zweiten Treffer nahe. Erst ein Foulspiel von Kimmich an Muto im Strafraum beendet das Münchner Hoch, den fälligen Strafstoß verwandelte Brosinski zum 2:1 (40.).

          Die zweite Hälfte begann mit einer Bayern-Großchance. Vidal hob den Ball in den Strafraum, dort zog Thiago volley ab, aber Huth klärte zur Ecke (47.). Anschließend dominierten die Münchner, versuchten, Druck aufzubauen, aber Mainz verteidigte clever, jedenfalls bis zur 73. Minute. Robben spielte an der Strafraumgrenze quer zu Thiago, der Flachschuss des Spaniers landete im Tor – 2:2.

          Kurz danach fiel Lewandowski im Strafraum, Schiedsrichter Frank Willenborg sah aber kein Foul von Alexander Hack. Am Ende fehlte den Münchnern die Durchschlagskraft für ein drittes Tor.

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