https://www.faz.net/-gtm-9flxe

Nur 1:1 gegen Freiburg : Späte Aufregung in Berlin

  • -Aktualisiert am

Licht und Schatten: Hertha und Freiburg trennen sich unentschieden Bild: EPA

Nach begeisternden Siegen über die Bayern und Gladbach kommen die Berliner im Olympiastadion nicht über ein Remis gegen ihren Angstgegner hinaus. In der 88. Minute schaltet sich der Videoassistent ein.

          2 Min.

          Vor ziemlich genau sieben Monaten schien die Sonne über dem Berliner Olympiastadion. Der SC Freiburg war bei Hertha BSC zu Gast und nach einem fürchterlich anzusehenden 0:0 pfiffen die Zuschauer vor Wut und Enttäuschung. Rund ein halbes Jahr später hatten die Berliner längst vergessen und verziehen. Die Sonne schien wieder und wieder war der SC Freiburg zu Gast, dieses Mal waren die Fans deutlich begeisterter ob der Darbietung ihrer Mannschaft. Einzig das Ergebnis stimmte nicht, Hertha und der SC Freiburg trennten sich 1:1.

          Bundesliga

          Bei den Berlinern hat sich einiges getan in den letzten Monaten. Das Spiel der Mannschaft ist deutlich unterhaltsamer geworden, es verfügt über mehr Tiefe und Kreativität. Das bekam auch der SC Freiburg früh zu spüren. Gleich zu Beginn spielte Per Skjelbred einen sehr ansehnlichen und sehr präzisen Pass hinter die Freiburger Abwehr, wo Ondrej Duda auftauchte, Gegenspieler Lukas Kübler umkurvte und den Ball in die lange Ecke zur 1:0-Führung schob (7.).

          In der Folge hatten sich Herthas Spieler den Freiburger Rechtsverteidiger als Schwachstelle ausgeguckt. Immer wieder tauchten die Flügelspieler Salomon Kalou oder Javairo Dilrosun auf seiner Seite auf und verwickelten Kübler in Dribblings, die jedes Mal Gefahr erzeugten. Kalou (27.), Duda (30.) und Lazaro (33.) verpassten es aber, die Führung auszubauen.

          Freiburg lief bis zu diesem Zeitpunkt hinterher wie Gäste an einem Berliner Flughafen hinter einem Taxi. Anders als die meisten Reisenden konnten sie sich aber selbst helfen. Robin Koch entschloss sich aus 20 Meter zum einem Gewaltakt, sein Schuss wurde von Maier noch abgefälscht und schon stand es 1:1 (36.). Das Ergebnis stellte den Spielverlauf bis dahin völlig auf den Kopf. Statistisch gesehen war es Freiburgs dritter Torschuss, aber der erste, der wirklich Gefahr erzeugte.

          Herthas improvisierte Innenverteidigung, bestehend aus Fabian Lustenberger und dem Debütanten Derrick Luckassen, die die verletzten Karim Rekik und Niklas Stark vertraten, hatte keine ernsthafteren Stresstests zu bestehen.Das hing auch damit zusammen, dass der Freiburger Trainer Christian Streich zunächst auf seinen erfolgreichsten Angreifer verzichtete. Nils Petersen saß nach überstandener Verletzung erst auf der Bank. Zur zweiten Halbzeit kam der Nationalspieler dann sorgte gleich für Gefahr. Nach einer Eingabe kam er nur knapp nicht an den Ball (46.).

          Freiburg hatte in den ersten fünfzehn Minuten der zweiten Halbzeit seine beste Phase, erspielte sich aber auch da kaum Torchancen. Auf den Flügeln standen die Gäste nun deutlich sicherer, Herthas Angreifer kamen nicht mehr so gut durch wie noch zuvor. Als sich Dilrosun doch einmal links durchsetzen konnte, striff Ibisevics Kopfball nur knapp am Tor vorbei (61.).

          Hertha übernahm jetzt wieder das Kommando, Kalous Schuss aber war zu unplatziert (70.). Die Berliner drückten und drängten, aber ihrem Spiel fehlten im Vergleich zu den begeisternden Auftritten gegen Mönchengladbach und dem FC Bayern am Ende die Ideen. Und am Ende auch ein wenig Glück mit der Technik: Schiedsrichter Cortus hatte in der 88. Minute nach einem Zweikampf zwischen dem eingewechselten Dardai und dem Freiburger Gulde schon auf Elfmeter entschieden, nahm ihn dann nach Ansicht der Videobilder aber wieder zurück.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Spuren der Verwüstung: Ein Mann steht in einem zerstörten Mehrfamilienhaus in Tartar, Aserbaidschan.

          Rohstoffförderer Aserbaidschan : Der Krieg einer Öl-Macht

          Aserbaidschan liefert wichtige Rohstoffe nach Europa. Ein militärischer Konflikt mit Armenien könnte die Handelsbeziehungen nun gefährden. Die Türkei will das verhindern – aus eigenem Interesse.
          Ein Schlauchboot, mit dem Migranten über den Ärmelkanal nach Großbritannien übergesetzt sind.

          London will abschrecken : Fähren für Asylbewerber?

          Immer mehr Migranten erreichen Großbritannien über den Ärmelkanal. Die Regierung will die Migration jetzt eindämmen. Auch die Einrichtung von Asylzentren auf Papua Neuguinea soll dafür im Gespräch gewesen sein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.