https://www.faz.net/-gtm-vw9h

Nürnberg - Frankfurt 5:1 : „Club“ führt die Eintracht vor

  • Aktualisiert am

Versammelte Eintracht-Ratlosigkeit Bild: dpa

Der Pokalsieger hatte mit der völlig verunsicherten Abwehr der Hessen leichtes Spiel. Die Niederlage der Mannschaft von Trainer Funkel hätte noch höher ausfallen können.

          2 Min.

          Mit dem ersten Saisonsieg im heimischen Stadion hat der 1. FC Nürnberg seine schwarze Serie in der Fußball-Bundesliga beendet.

          Am 10. Spieltag deklassierte der „Club“ am Samstag Eintracht Frankfurt 5:1 (1:1) und kehrte nach sieben sieglosen Ligaspielen auf Erfolgskurs zurück. Der griechische Europameister Angelos Charisteas (19.) mit seinem ersten Bundesligator für den FCN, Marek Mintal (50./64.), Zvjezdan Misimovic (53./Foulelfmeter) und Joshua Kennedy (82.) machten vor 45.050 Zuschauern Nürnbergs höchsten Saisonsieg perfekt.

          „Wir sind heute dem Abstieg entronnen, haben aber noch nichts gut gemacht“, meinte ein erleichterter FCN-Trainer Hans Meyer nach dem Kantersieg. „In der zweiten Halbzeit haben wir ein großes Spiel gemacht. Wir können stolz sein“, stellte Per Kluge zufrieden fest.

          Abgehoben: Inamoto springt höher als Kluge

          Bei der Eintracht gab es nur lange Gesichter. „Nürnberg hat uns nach der Pause an die Wand gespielt“, sagte Kapitän Ioannis Amanatidis. Trainer Friedhelm Funkel fand kaum eine Erklärung für die desolate zweite Halbzeit: „Wir haben die Geduld und Ordnung verloren und sind für unsere Fehler bitter bestraft worden.“

          Pröll verursachte Strafstoß

          Die nach der Pause völlig abgemeldeten Frankfurter, die durch Naohiro Takahara (11.) geführt hatten, sind in dieser Saison weiterhin ohne Auswärtssieg und kassierten nach 20 Jahren die erste Bundesliga-Niederlage in Nürnberg.

          Mit einer überzeugenden Leistung in der zweiten Halbzeit gelang dem Pokalsieger nach neun Pflichtspielen ohne Sieg der ersehnte Befreiungsschlag. Einen Fehler von Eintrachts Marco Russ und die gute Vorarbeit von Charisteas nutzte Mintal mit seinem dritten Saisontor zum 2:1. Der starke Misimovic erhöhte per Foulelfmeter auf 3:1, nachdem Eintracht-Torwart Markus Pröll im Strafraum Charisteas umgestoßen hatte.

          Nürnberg übernahm nach der Pause das Kommando

          In der Folgezeit vergab Nürnberg gegen Frankfurts völlig desolate Abwehr durch den eingewechselten Kennedy und Jan Kristiansen kläglich beste Chancen, ehe der glänzend aufgelegte Mintal und Kennedy das FCN-Schützenfest perfekt machten.

          Mit einem gerechten 1:1 waren beide Mannschaften in die Halbzeitpause gegangen. Der anfangs verunsichert und nervös spielende FCN, der kurzfristig auf die verletzten Andreas Wolf und Iwan Saenko verzichten musste, geriet verdient in Rückstand, als Takahara (11.) eine schnelle Kombination über Albert Streit und Amanatidis zur Eintracht-Führung abschloss. Nürnbergs Matthew Spiranovic, beim Gegentor wie seine Nebenleute im Tiefschlaf, verletzte sich bei seiner Rettungsaktion und musste gegen Glauber ausgewechselt werden.

          Nach dem ersten Stürmertor des FCN in dieser Bundesligasaison von Charisteas, der nach einem Freistoss-Pfostenschuss von Kristiansen zum 1:1 abstaubte, übernahm Nürnberg das Kommando und erspielte sich einige Chancen. Zvjezdan Misimovic (30.) scheiterte mit einem 20-Meter-Schuss an der Querlatte, sechs Minuten später ging sein Freistoß knapp am Frankfurter Tor vorbei. Die nur zu Beginn konzentriert nach vorne spielenden Hessen, bei denen Mehdi Mahdavikia, Christoph Preuß und Michael Thurk verletzt fehlten, besaßen durch Russ (26.) die beste Möglichkeit zum 2:1, doch sein 25-Meter-Freistoß landete am Außenpfosten des FCN-Gehäuses.

          Weitere Themen

          England und Ronaldo in Torlaune

          EM-Qualifikation : England und Ronaldo in Torlaune

          Im 1000. Länderspiel schießt sich England in einen Torrausch und sichert sich mit einem 7:0 die EM-Quali. Bei Portugal beweist Cristiano Ronaldo zwar ebenfalls seinen Torinstinkt – für das EM-Ticket reicht es aber noch nicht.

          Federer wirft Djokovic raus

          ATP-Finals in London : Federer wirft Djokovic raus

          Erstmals seit 2015 gelingt Roger Federer gegen den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic ein Sieg. Vor ausverkauftem Haus liefern sich die Tennis-Schwergewichte ein packendes Duell bis zum letzten Ballwechsel.

          Topmeldungen

          Notstand ausgerufen : In Venedig wächst die Wut

          Mehr als 80 Prozent der Stadt stehen zwischenzeitlich unter Wasser, die Bewohner sind entsetzt – und sauer auf die Politik: Diese gibt zwar jetzt Millionen Soforthilfe, habe beim Hochwasserschutz aber komplett versagt und stattdessen rücksichtslos den Tourismus gefördert.

          Altmunition im Meer : Sprengstoff im Fisch

          1,6 Millionen Tonnen Munitions- und Sprengstoffreste werden in der deutschen Nord- und Ostsee vermutet. Sie lösen sich langsam auf – und belasten schon jetzt stellenweise Tiere und Pflanzen.
          Der Stoff, aus dem sich viel mehr als eine leckere Suppe kochen lässt: Hokkaido-Kürbis

          Leckeres aus Kürbis kochen : Hitze tut ihm richtig gut

          Die Kürbissaison ist auf ihrem Höhepunkt angelangt. Aber was anstellen mit den Riesenbeeren? Köche sagen: in den Ofen schieben. Wir stellen ein Rezept von Johann Lafer vor und eines, das auf Paul Bocuse zurückgeht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.