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3:0 gegen Augsburg : Nürnberg beendet die Niederlagenserie

  • Aktualisiert am

Fast vergessenes Bild: Nürnberg jubelt nach einem Tor von Eduard Löwen. Bild: Reuters

20 Spiele in Serie hatte der „Club“ nicht gewonnen. Gegen Augsburg schießen sich die Nürnberger den Frust von der Seele. Die Franken haben nun wieder ein wenig Hoffnung auf den Verbleib in der Bundesliga.

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          Der stark abstiegsbedrohte 1. FC Nürnberg hat nach 182 Tagen wieder ein Spiel in der Fußball-Bundesliga gewonnen - und wie! Der Tabellenletzte besiegte am Samstag im Derby den FC Augsburg mit 3:0 (0:0). Zum Auftakt seiner Entscheidungswochen mit den Spielen gegen den FCA, in Stuttgart und wieder daheim gegen den FC Schalke 04 war es nach zuvor 20 sieglosen Partien seit dem 3:0 gegen Düsseldorf am 29. September 2018 ein Lebenszeichen der Franken im Abstiegskampf. Mittelstürmer Mikael Ishak (52. Minute), der eingewechselte Angreifer Matheus Pereira (88.) und Mittelfeldspieler Eduard Löwen (90.+1) trafen für den „Club“, der von den Fans frenetisch gefeiert wurde.

          Bundesliga

          Mit 16 Punkten verließen die Franken zumindest bis Sonntag den letzten Tabellenplatz. Die lange Zeit lediglich auf ein Unentschieden spekulierenden Augsburger bleiben mit 25 Punkten in der Gefahrenzone. „Club“-Trainer Boris Schommers hatte eine offensivere Marschroute angekündigt. Doch der Versuch verpuffte nach einer Druckphase zu Beginn schnell. Nach Eckbällen kamen die Innenverteidiger Ewerton (12.) und Lukas Mühl (13.) jeweils zum Abschluss, aber erfolglos. Auch ein Kopfball von Sebastian Kerk kam zu zentral aufs Tor und stellte Augsburgs Torwart Gregor Kobel vor keine Probleme (15.).

          Danach verflachte das Spiel bei schönstem Frühlingswetter. Den 42.658 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion wurde Abstiegskampf ohne fußballerischen Esprit geboten. Die Gäste wirkten zwar reifer, agierten aber oft zu einfallslos mit langen Bällen. Ein Gewaltschuss von Kapitän Daniel Baier war die einzige sehenswerte Offensivszene, „Club“-Schlussmann Christian Mathenia lenkte den Ball über die Latte (17.). Einem weiteren Schuss von Philipp Max fehlte die Wucht (29.). Da es auf dem Platz auch nach der Pause an Spielwitz fehlte, war es beinahe logisch, dass das erste Tor nach einem ruhenden Ball fiel. FCA-Verteidiger Max verhalf dem FCN mit einem unnötigen Foulspiel zu einem Freistoß. Kerks präzise Hereingabe verwertete Ishak am zweiten Pfosten geschickt mit dem Außenrist.

          Es war das vierte Saisontor des Nürnberger Mittelstürmers. Jetzt sangen und klatschten die FCN-Fans. Der FCA versuchte drei Tage vor dem Pokal-Viertelfinale gegen RB Leipzig zu antworten. Baier schoss, aber Mathenia konnte wieder glänzend parieren (61.). Ein Abseitstor von Michael Gregoritsch wurde sechs Minuten später zurecht aberkannt. Der FCA wollte jetzt, kombinierte aber oft unsauber. Der eingewechselte Marco Richter etwa spielte einmal bei einem Konter unpräzise auf André Hahn ab. Danach agierte er zu eigensinnig ((75.).

          Der „Club“ wehrte sich, die Spieler wollten den ersten Sieg 2019 unbedingt. Ein Schuss von Robert Bauer aus 20 Metern ins linke Toreck schien die Entscheidung zu sein. Doch Yuya Kubo hatte im Zentrum im Abseits stehend den Ball wohl noch leicht berührt oder zumindest aktiv eingegriffen (77.). Und dann kam es noch zum großen Finale der Gastgeber mit dem Doppelschlag von Matheus Pereira und Löwen nach zwei Kontern.

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