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Noch drei Tage bis zum Gipfel : Die Statistik beweist: Hoffenheim ist besser als Bayern

Fürchtet Euch, Bayern: Hoffenheim ist besser! Bild: ddp

FAZ.NET ist im Gipfelfieber. Bis zum Duell Bayern gegen Hoffenheim am Freitag loten wir täglich die Chancen der Anwärter auf die Meisterschaft aus. Derzeit ist der Dietmar-Hopp-Klub 8,4 Prozentpunkte besser als Bayern.

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          Die Fußball-Szene liebt ja alle möglichen Statistiken und eigentlich jeden Rekord haben die Münchner Bayern inne - außer der Bestmarke des seit Montag 54 Jahre alten und 602 Mal in der Bundesliga eingesetzten „Rekordspielers“ Charly Körbel.

          Daniel Meuren
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Selbst Vedad Ibisevics sensationelle Quote von 17 Toren in 15 Bundesligaspielen hat Gerd Müller einst locker überboten. Sogar zwei Mal! Und ein gewisser Peter Meyer traf auch mal ebenso fleißig für Borussia Mönchengladbach. Auch das Dasein als Tabellenführer im Jahr nach dem Bundesligaaufstieg beschert Hoffenheim noch kein „Alleinstellungsmerkmal“ - bei SAP wahrscheinlich wie allerorten in der einst erfolgreichen Wirtschaft „Unique Selling Point “ genannt. Kaiserslautern spazierte schon einmal als Neuling durch die Bundesliga und wurde Meister. Geschenkt!

          Und hier die Hochrechnung: TSG 46,7 Prozent, FCB 38,3 Prozent

          Die Herbstmeisterschaft haben die Pfälzer damals auch nebenbei abgestaubt - keine Chance also für die Hoffenheimer auf eine neue Bestmarke. Aber Dietmar Hopp kann sich trösten: Drei Tage vor dem Gipfeltreffen in der Fröttmanninger WM-Arena haben auch die Hoffenheimer einen ihrer seit 1899 andauernden Tradition gemäßen Rekord: Wie FAZ.NET mühselig ausgerechnet hat, besitzen die in Mannheim übergangsweise beheimateten Rhein-Neckar-Kicker völlig unbemerkt seit einer Woche den besten Quotienten aus Tabellenführungen pro Bundesligaspielen! Sechs Tabellenführungen in 14 Spielen und der Quotient von 0,428571 waren schon Spitze. Nun sind es schon sieben Tabellenführungen bei gerade einmal 15 Spielen. Das macht gerundet einen Top-Wert von 0,467 oder in der Sprache der Wahlanalytiker 46,7 Prozent.

          Damit sind die Hoffenheimer 8,4 Prozentpunkte besser als der Gegner vom Freitag: Die Bayern - gefühlter Tabellenführer seit dem Bundesligaaufstieg 1965 - haben indes nur 567 Spitzenpositionen in 1481 Spielen und somit einen vergleichsweise lächerlichen Quotienten von 0,383 aufzuweisen. Das sind 38,3 Prozent aller möglichen Tabellenführungen und somit noch weniger als die CSU im Stammland der Hoeneß-Truppe bei der für sie desaströsen Wahl im September erreicht hat!

          76,5 Prozent könnten noch erreicht werden

          Hoffenheim ist also angekommen in der Phalanx der Traditionsklubs. Oder gibt es irgendwelche Zweifel an der Aussagekraft dieses statistischen Wertes? Sollten Obasi, Ba, Salihovic und Compper kommende Woche in München triumphieren, damit die Meisterschaft quasi vorzeitig unter Dach und Fach bringen und die Bundesliga bis zum letzten Spieltag von oben betrachten, käme die Hopp-Truppe übrigens auf 26 erste Plätze und einen Wert von 76,5 Prozent Tabellenführungen in der laufenden Spielzeit. So viel hat die CSU noch nie erreicht - nicht mal während der Monarchie des Franz-Josef Strauß.

          Aber es gibt noch neue Ziele: Erst vergangene Saison haben die Bayern eine ihrer Saisonbestmarke zum wiederholten Mal aufgestellt: 34 Spitzenplätze in einer Spielzeit, mithin 100 Prozent Tabellenführungen vom ersten bis zum letzten Spieltag einer Saison. Herr Rangnick, arbeiten Sie kommendes Jahr bitte etwas sorgfältiger!

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