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1:1 gegen Augsburg : Niederlechner verdirbt Freiburg den Tag

  • -Aktualisiert am

Jubel an der alten Wirkungsstätte: Der Augsburger Florian Niederlechner trifft in Freiburg. Bild: EPA

Im Sommer war Florian Niederlechner aus Freiburg nach Augsburg gewechselt: Bei seiner Rückkehr beschert er seinem neuen Klub einen wichtigen Auswärtspunkt. Für Freiburg endet die Erfolgsserie der vergangenen Wochen.

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          Christian Streich, an ganz andere Tabellenregionen gewöhnt, hielt den Ball von vornherein flach. „Wir hatten vier Spiele und haben überraschenderweise drei gewonnen“, sagte der Trainer. „Der Fingerzeig kommt, wenn wir fünf, sechs Spiele nicht gewinnen. Dann wird sich zeigen, wie wir uns gemeinsam verhalten.“ Streich ist kein Träumer, sondern ein Realist mit dem Hang zur Skepsis.

          Bundesliga

          Der Realo Streich sah sich am Samstag halbwegs bestätigt, als es für die Freiburger nur zu einem 1:1 gegen Augsburg reichte. Höler hatte den SCF in Führung gebracht (24. Minute), der frühere Freiburger Niederlechner für den FCA ausgeglichen (39.). Am Ende hatte der Sport-Club mit zehn Punkten aus fünf Spielen dennoch seinen bisher besten Bundesligastart hingelegt.

          Die Südbadener freuten sich auf ihren Lieblingsgegner, den sie zuvor in sechs der sieben Bundesliga-Begegnungen im Schwarzwaldstadion besiegt hatten. Bei bestem Wetter und bester Laune nahm am Samstag Fritz Keller, der den Sport-Club neun Jahre lang an der Spitze des Klubs repräsentierte, Abschied von seinem Ehrenamt. Er wird am Freitag in Frankfurt zum neuen Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes gewählt.

          Augsburg geduldig

          Streichs Mannschaft startete mit einer hohen Intensität und Leidenschaft in diese Begegnung. Phasenweise schien der SCF die bayerischen Schwaben überrollen zu können, so wuchtig trugen die Freiburger ihre Angriffe vor. Einmal trafen sie auch, als Höler seine Gelegenheit kurz entschlossen mit einem Vollspannschuss zum 1:0 nutzte.

          Auf der anderen Seite warteten die Augsburger geduldig auf ihre Gelegenheit, die Verhältnisse auszugleichen. Sie nahm Gestalt an, als Hahn einen Gegenangriff einleitete, Finnbogason auf Moravek ablegte und dessen Pass den im Sommer von Freiburg zum FCA gewechselten Florian Niederlechner erreichte. Der hatte freie Schussbahn, legte den Ball an Torhüter Schwolow vorbei ins Netz und kühlte damit die Partystimmung im Stadion herunter. Ein Ausrufezeichen des Oberbayern, der für den Sport-Club in dreieinhalb Jahren 26 Tore in 89 Pflichtspielen erzielte und für den FC Augsburg in dieser Bundesliga-Saison schon dreimal getroffen hat.

          Als ob sich Freiburger wie Augsburger mit einem Pünktchen bescheiden wollten, war damit das Feuer lange raus aus dieser Partie, die so verheißungsvoll begonnen hatte. Der Sport-Club hatte anfangs wohl leicht überdreht in seinem unbändigen Elan, während der FCA sich treu blieb und auf seinen nächsten großen Moment wartete. Der kam aber nicht. Die Freiburger dagegen hätten am Ende noch gewinnen können, wäre Höflers Schuss (86.) nicht vom Pfosten abgeprallt und Petersens Kopfball nicht vom Innenpfosten in Koubeks Armen gelandet (88.).

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