https://www.faz.net/-gtm-abikm

Neuzugang für Darmstadt 98 : Der Aufstieg von Torhüter Behrens

  • -Aktualisiert am

Zupackend: Der Magdeburger Stammtorhüter Morten Behrens will bei Darmstadt 98 den nächsten Schritt machen. Bild: Michael Taeger/Jan Huebner

Aus der dritten in die zweite Liga: Darmstadt 98 holt am Tag nach dem 2:1 in Hannover den 24 Jahre alte Keeper Morten Behrens aus Magdeburg.

          2 Min.

          Auf den ersten wichtigen Schritt folgte für Morten Behrens schnell der zweite in der vergangenen Arbeitswoche. Nachdem die Magdeburger am Mittwoch den Klassenverbleib in der dritten Fußball-Profiliga durch das 3:0 in Saarbrücken sichergestellt hatten, teilte der Klub einen Tag später zu seinem großen Bedauern mit, dass der Torhüter am Saisonende den Arbeitsplatz wechseln werde. Der 24-Jährige verriet nur, sich einem Zweitligaverein anschließen zu wollen. Zwei Tage später herrschte Gewissheit über den neuen Arbeitgeber von Behrens.

          2. Bundesliga

          Der SV Darmstadt 98 gab am Wochenende bekannt, sich für die kommenden drei Jahre die Dienste des gebürtigen Bad Segebergers gesichert zu haben. Aktuell stehen damit für die neue Runde zwei Torhüter bei den „Lilien“ unter Vertrag: Die 28 Jahre alte Stammkraft Marcel Schuhen, der bisher eine ordentliche Saison spielt, und sein wohl neuer Herausforderer Nummer eins Behrens. Die Verträge von Carl Klaus und Florian Stritzel, die beide 27 Jahre alt sind, laufen nach dieser Runde aus. Stritzel hat an diesem Sonntag bekanntgegeben, dass er die „Lilien“ verlässt. Von den Fans hat er sich schon in den Sozialen Medien verabschiedet.

          Er habe „den Zeitpunkt für richtig erachtet, eine neue Aufgabe anzunehmen und den Schritt in die zweite Liga zu gehen“, sagte derweil Behrens zu seiner sportlichen Beförderung. In den „sehr positiven Gesprächen“ mit den „Lilien“ konnte vor allem Torwarttrainer Dimo Wache den Torhüter in dessen Auffassung bestätigen, dass Darmstadt 98 als Klub „gut zu mir passen könnte“. Seine Ausbildung zum Profi-Torhüter machte Behrens beim VfB Lübeck und von seinem 16. Lebensjahr an beim Hamburger SV. Dort traf er zum ersten Mal auf Christian Tietz, der heute sein Cheftrainer in Magdeburg ist – und der große Stücke auf den Torwart mit dem „sehr guten Charakter“ hält. Dessen Weggang findet Tietz deshalb „schade für uns als Verein. Ich kann aber auch nachvollziehen, wenn ein Spieler sportlich den nächsten Schritt gehen möchte“, sagte der Fußballlehrer.

          Behrens ist seit zwei Spielzeiten in Magdeburg die Nummer eins zwischen den Pfosten. In dieser Runde absolvierte er alle 36 Partien für die Sachsen-Anhaltiner, die seit elf Begegnungen ungeschlagen sind und die sich durch ihr Wiedererstarken auf Rang acht in der Tabelle vorgearbeitet haben. Elf Mal blieb Behrens, der mit zahlreichen Paraden großen Anteil am Aufschwung hatte, ohne Gegentor. In insgesamt 69 Pflichtspielen spielte er 20 Mal zu null. Seine positiven Arbeitsnachweise haben ihn zu einem der stärksten Torhüter in der dritten Liga gemacht. Behrens, der am Samstag mit Magdeburg 3:2 gegen Duisburg gewann, habe sich in den zurückliegenden Jahren „sehr gut entwickelt und konstant die nächsten Steps gemacht“, lobte Carsten Wehlmann, der Sportliche Leiter der Darmstädter, den Neuen. „Trotz seines Alters kann Morten bereits viel Erfahrung vorweisen.“

          Dessen zukünftiger Konkurrent Schuhen kommt bisher auf 112 Zweitliga-Spiele für Darmstadt und den SV Sandhausen. Beim 2:1-Erfolg des SVD in Hannover am vergangenen Freitag musste der Torhüter den 52. Gegentreffer der „Lilien“ in dieser Spielzeit hinnehmen. Nur vier Klubs stehen in der Statistik schlechter da. Immerhin haben die Südhessen, für die Marvin Mehlem (55. Minute) und Mathias Honsak (68.) gegen die Niedersachsen die Tore erzielten, die Anzahl der Gegentreffer in der Rückrunde deutlich verringern können. Aktuell sind es 20 nach 15 Rückrundenspielen. Im ersten Saisonabschnitt waren es noch 32 Gegentore in 17 Spielen. „Wir haben in Hannover kaum etwas zugelassen“, freute sich Honsak über die Stabilität der Südhessen. „Schlussendlich war der Sieg verdient.“

          Weitere Themen

          Spannung steigt vor Portugal-Spiel Video-Seite öffnen

          DFB-Elf : Spannung steigt vor Portugal-Spiel

          Das Elefanten-Orakel tippt auf einen Sieg der Deutschen gegen den amtierenden Europameister. Anpfiff des zweiten Gruppenspiels gegen Portugal ist am Samstagabend um 18 Uhr in der Münchener Arena.

          Topmeldungen

          Fußball-EM im Liveticker : Szalai früh ausgewechselt

          Pech für die Gastgeber: Kapitän Szalai muss in der Hitze von Budapest kapitulieren. Die Franzosen dominieren nach dem ersten ungarischen Feuer. Verfolgen Sie das Spiel im Liveticker.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.