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Lehmann ersetzt Klinsmann : Wieder ein großer Name beim Big-City-Klub

  • Aktualisiert am

Nachfolger von Klinsmann: Jens Lehmann wird Aufsichtsrat bei Hertha BSC Berlin. Bild: dpa

Hertha BSC bleibt ein Verein für erstaunliche Personalien: Nun steigt Jens Lehmann als Nachfolger von Jürgen Klinsmann in den Aufsichtsrat ein. Pikant ist auch das Engagement eines Spielerberaters.

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          Hertha BSC setzt auch nach dem unrühmlichen Gastspiel von Jürgen Klinsmann auf seinem erhofften Weg zum „Big-City-Klub„ weiter auf bekannte Namen. Der frühere Nationaltorwart Jens Lehmann übernimmt den Posten des im Februar Hals über Kopf als Trainer zurückgetretenen ehemaligen Stürmer Klinsmann im Aufsichtsrat des Berliner Fußball-Bundesligaklubs.

          Der 50-jährige Lehmann soll sich in dem Gremium wie zuvor Klinsmann in dessen nur wenige Wochen währenden Amtszeit um sportliche Belange kümmern. Ebenso neu in den Aufsichtsrat zieht der Berater Marc Kosicke, zu dessen Klienten die Trainer Jürgen Klopp vom FC Liverpool und Julian Nagelsmann von RB Leipzig gehören. „Das Angebot von Lars Windhorst, an der weiteren Entwicklung von Hertha BSC mitzuarbeiten, habe ich gerne angenommen“, wurde Lehmann in einer Pressemitteilung der Tennor-Group des Investors Windhorst zitiert. „Ich sehe dies aktuell als eines der interessantesten Projekte im Fußball“, betonte Lehmann.  Fast wortgleich hatte sich Klinsmann nach seiner Berufung ins Kontrollgremium des Vereins geäußert und die Hertha als eines der spannendsten Projekte in ganz Europa tituliert.

          Mit Lehmann steht nun ein nicht minder Meinungsstarker Charakter für die Nachfolge parat. Der frühere Keeper sammelte zwar nach dem Ende seiner aktiven Karriere im Jahr 2011 im Fußball bereits erste Erfahrungen außerhalb des Platzes, ein derartiger Posten ist für den 61-maligen Nationalspieler allerdings absolutes Neuland. Lehmann arbeitete bislang lediglich als Ko-Trainer für den FC Arsenal und den FC Augsburg, außerdem war er jahrelang als Fernsehexperte tätig. Zuletzt war Lehmann mit kontroversen Aussagen zum Coronavirus in die Schlagzeilen geraten.

          Der ehemalige Bundestrainer Klinsmann war nach seinem spektakulären Rückzug als Hertha-Trainer im Februar von den Aufgaben als Aufsichtsrat entbunden worden. Diese hatte er übernommen, bevor er im Dezember als Chefcoach bei den Berlinern eingesprungen war. Nach seinem vielfach kritisierten Rückzug nach Kalifornien war er auch bei Windhorst in Ungnade gefallen.

          „Ich freue mich sehr, dass sich Jens Lehmann und Marc Kosicke für uns bei Hertha engagieren werden. Beide bringen ein hohes Maß an Erfahrung und Professionalität mit. Sie werden beitragen, die hohen Ziele von Tennor und der Hertha zu erreichen und den Verein gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“, sagte Windhorst.

          Über seine Beteiligungsgesellschaft Tennor hatte Windhorst 2019 für 224 Millionen Euro insgesamt 49,9 Prozent an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA erworben. Er kann vier Vertreter in den Aufsichtsrat schicken. Kosickes Engagement ist durchaus pikant. Wenn die Hertha Ende Mai in Leipzig gastiert, wird das Aufsichtsratsmitglied gleichzeitig Berater des gegnerischen Trainers Nagelsmann sein. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen von Lars Windhorst und Tennor. Mit meiner Expertise im Fußballbusiness leiste ich gerne einen Beitrag zum Erreichen der großen Ziele, die sich Hertha zusammen mit Lars Windhorst gesetzt hat“, sagte Kosicke.

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