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Reform im Fußball : Konjunktive mit drei Punkten ...

Scheinbar logischer Dreisatz: Mehr Punkte, mehr Risiko, mehr Tore. Aber hat die Drei-Punkte-Regeln wirklich was gebracht? Bild: dpa

Der erste Drei-Punkte-Tag der Bundesliga jährt sich zum 25. Mal: Mit der Aufwertung des Sieges sollte der Reiz des Risikos erhöht werden. Aber hat die Regel das wirklich erreicht?

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          Die Gleichung klang logisch: Mehr Punkte für Siege gleich mehr Siege, mehr Siege gleich mehr Tore, mehr Tore gleich schönerer Fußball. Schon in den Dreißigern hatte man das in der Sowjetunion probiert, in den Achtzigern in England etabliert, Mitte der Neunziger dem Rest der Welt diktiert. Der erste Drei-Punkte-Tag der Bundesliga war der 11. August 1995, an diesem Dienstag vor 25 Jahren. Es gab drei Spiele an jenem Freitagabend, sie endeten 1:1, 1:1 und 0:0. Dreimal ein Punkt sind ja auch drei, aber irgendwer hatte da wohl etwas falsch verstanden. Nie jedenfalls war die Liga so unentschieden wie in der Debütsaison der Punktereform: Mehr als jedes dritte Spiel endete remis.

          Sie war umstritten, die neue Zählweise, die das alte Nullsummenspiel der Plus- und Minuspunkte ablöste und durch Aufwertung des Sieges den Reiz des Risikos erhöhen sollte. Hat sie das wirklich erreicht? Der Durchschnitt von exakt drei Toren pro Spiel aus der letzten Zwei-Punkte-Saison wurde erst 19 Jahre später wieder überboten, dann wieder in den vergangenen beiden Spielzeiten. Die größte statistische Veränderung, dass die Spitzenklubs mehr Spiele als früher gewinnen (Bayern wurde 1994 Meister mit 17 Siegen, 2020 mit 26) und mehr Tore schießen (265 erzielten FCB, BVB und RB in dieser Saison, mehr als je zuvor ein Toptrio), ist aber kaum ein Späteffekt der Punkteregel, sondern eine Folge der immer weiter wachsenden finanziellen Kluft innerhalb der Liga.

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