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Leipzig schlägt Mainz : Nagelsmann von Null auf Hundert

  • -Aktualisiert am

Gut gelaunt in die neue Saison: Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann beim Spiel gegen Mainz Bild: dpa

Von Startschwierigkeiten keine Spur: RB Leipzig zeigt zu Beginn der Saison eine eindrucksvolle Leistung mit viel Tempo und Spielfreude. Mainz 05 hat wenig entgegen zu setzen.

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          Die Sonnenstrahlen des Spätsommers weckten in Leipzig Erinnerungen an Lissabon. An das Turnier der Champions League, bei dem RB bis ins Halbfinale gestürmt war. National gehört Leipzig schon länger zur Spitze und der Auftakt gegen Mainz 05 ließ kaum Zweifel daran, dass die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann auch in diesem Jahr ganz vorn zu finden sein dürfte. 3:1 gewann Leipzig, bei besserer Chancenverwertung hätte das Resultat deutlich höher ausfallen können.

          Bundesliga

          „Ich glaube, dass wir da ein sehr, sehrt gutes Spiel gemacht haben“, sagte Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche mit Blick auf die erste Halbzeit im Fernsehsender Sky. „In der zweiten Halbzeit waren wir ein bisschen fahrig, haben die Torchancen, die wir hatten nicht genutzt. Aber ich denke, dass es ein guter Auftakt war.“

          Wie die Leipziger den Verlust ihres erfolgreichsten Torjägers Timo Werner kompensieren, zählt zu den spannendsten Fragen aus Sicht von RB in dieser Saison. Die erste Fallstudie gegen Mainz versprach Positives, Werner wurde genau so wenig vermisst wie schon zuvor in Lissabon. Den Platz in vorderster Front nahm Yussuf Poulsen ein, der dienstälteste Leipziger, der einst schon in der dritten Liga für RB stürmte.

          Direkt eingespielt

          Gegen Mainz überwand er Torwart Robin Zentner mit einem gefühlvollen Kopfball zum 2:0 (21.). Zuvor hatte Emil Forsberg per Elfmeter die Führung besorgt (17.). Forsberg, einst Leipzigs talentiertester Offensivspieler, hatte in der vergangenen Saison mit Tiefen zu kämpfen, auch er musste sich oft hinter Werner mit einer Nebenrolle begnügen.

          Trainer Julian Nagelsmann bot keinen der Sommerzugänge in der Startelf auf. So wirkte Leipzig von Beginn an sehr eingespielt, der Ball lief bei hohem Tempo präzise durch die eigenen Reihen. Nach dem schnellen 2:0 durch Forsberg und Poulsen sah es nach einer neuerlichen Mainzer Blamage in Leipzig aus. Dass es nicht so weit kam, lag vor allem am starken Zentner, der seine Mannschaft gegen Poulsen (29.) vor einem höheren Rückstand. Kurz darauf hatte der Schlussmann Glück, beim Schuss von Forsberg rettete der Pfosten (31.).

          Reibungslose Rückkehr: In Leipzig saßen Tausende Fans auf den Tribünen.
          Reibungslose Rückkehr: In Leipzig saßen Tausende Fans auf den Tribünen. : Bild: dpa

          Mainz kam offensiv vor der Pause überhaupt nicht zur Entfaltung. Umso überraschender, dass die 05er direkt nach dem Wiederbeginn zum Anschlusstreffer kam. Robin Quaison spielte einen präzisen Ball genau in die Schnittstelle der Leipziger Abwehr und Mateta sprintete im richtigen Moment los, um nicht im Abseits zu stehen. Allein vor Torwart Peter Gulacsi hatte der Franzose keine Mühe, zum 1:2 zu vollenden. (48.).

          Der Treffer stellte den Spielverlauf auf den Kopf, aber anders als in der vergangenen Rückrunde, als sich Leipzig durch gewisse Unwägbarkeiten zu schnell aus dem Tritt bringen ließ, konnte das Tor RB nichts von der eigenen Selbstsicherheit nehmen. Nur drei Minuten später stellte Mittelfeldspieler Haidara den alten Abstand wieder her.

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