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0:2 in Freiburg : Nächste Schalker Pleite

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Freiburger Führung: Christian Günter wird bejubelt Bild: dpa

Der SC Freiburg hat den Spaß am Siegen wieder entdeckt. Dem ersten Saisonerfolg lassen die Badener gegen Schalke den nächsten folgen. Die Königsblauen erleben nach dem Rückschlag in der Königsklasse die nächste bittere Niederlage.

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          Durch ein völlig verdientes 0:2 (0:1) beim SC Freiburg verliert der FC Schalke 04 immer mehr den Anschluss an die Champions-League-Ränge. Selbst die Europa-League-Plätze sind nach dem elften Spieltag in der Fußball-Bundesliga schon ein gutes Stück entfernt. Kellerkind Freiburg kam dank der Tore von Christian Günter (22. Minute) und Jonathan Schmid (68.) zum ersten Liga-Heimsieg der Saison und hat nun drei Pflichtspiele in Serie gewonnen. 24.000 Zuschauer im ausverkauften Schwarzwald-Stadion sahen am Samstag in einer unterhaltsamen Partie erschreckend harmlose Schalker und eine engagierte Heim-Elf, die im Abstiegskampf wichtige Zähler sammelte.

          Vom Motto „Never change a winning team“ hält Freiburgs Trainer Christian Streich nach eigenem Bekunden nichts. Gegen Schalke schickte er aber trotzdem die gleichen elf Spieler im 4-4-2 auf den Platz, wie beim ersten Bundesliga-Saisonsieg gegen Köln. Auch die Marschroute war dieselbe: Gut stehen und dann über schnelle Konter gefährlich werden.

          Zum ersten Mal gelang das nach sechs Minuten, als Admir Mehmedi seinen Sturmpartner Sebastian Freis in Position brachte. Keeper Ralf Fährmann konnte gerade so mit dem Fuß klären. Roberto Di Matteo veränderte sein Team nach dem 2:4 gegen Lissabon in der Champions League dagegen auf zwei Positionen. Jan Kirchhoff und Nationalspieler Sidney Sam standen unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw in der Startelf, Christian Fuchs und Chinedu Obasi mussten wie zunächst auch Kevin-Prince Boateng auf die Bank. Der 27-Jährige kam nach überstandener Bänderdehnung zur zweiten Halbzeit. Einzige Spitze war Klaas-Jan Huntelaar, der nach zehn Minuten die erste Chance für die Gäste hatte, ansonsten aber kaum auffiel.

          Schalke macht das Spiel, Freiburg das Tor

          Schalke machte zu Beginn das Spiel, ohne Freiburg allzu sehr in Verlegenheit zu bringen. Bei eigenem Ballbesitz verschleppte der Sportclub das Tempo und wählte zum Unmut der Zuschauer Rückpässe statt Risiko. Hellwach waren die Breisgauer trotzdem: Günter stibitzte Sam im Mittelkreis den Ball und vollstreckte den Konter am Ende selbst zum ersten Bundesliga-Tor seiner Karriere. Gut vom souveränen Schiedsrichter Felix Zwayer, dass er in dieser Szene nach einem vermeintlichen Handspiel von Weltmeister Benedikt Höwedes den Freiburger Vorteil abwartete.

          Neben dem Rückstand musste Schalke wenig später auch die fünfte gelbe Karte für Dennis Aogo verdauen. Weil er meckerte, verpasst er nun das wichtige Duell mit dem VfL Wolfsburg. Neben Boateng sollte nach 57 Minuten auch Obasi für mehr Druck im Schalker Angriff sorgen - sah aber zunächst weitere gute Gelegenheiten für die Heim-Elf. Erst parierte Fährmann eine gelungene Freistoß-Variante (57.), wenig später ging Jonathan Schmids Schuss an die Latte (59.). Auch Freis (62.), Darida (63.) und erneut Schmid (66.) brachten die Kugel nicht im Tor unter.

          Die Schalker, bei denen Kapitän Höwedes zuletzt öffentlich Fitness-Probleme eingestanden hatte, liefen hinterher. Nach 68 Minuten belohnte sich der Sportclub für die starke Drangphase. Schmid jagte einen schlecht verteidigten Ball ins lange Eck. Sebastian Kerk hätte Sekunden später sogar das 3:0 erzielen müssen, auch Mehmedi scheiterte am einzig wirklich guten Schalker, Torhüter Ralf Fährmann. Die SC-Fans hatten nach zuvor drei Niederlagen gegen Schalke aber trotzdem genug Gründe zum Feiern.

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