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Nach Nierentransplantation : Klasnic verklagt Werders Ärzte

  • Aktualisiert am

Klasnic nach seinem Tor gegen Rostock am vergangenen Bundesligaspieltag Bild: dpa

Ivan Klasnic verklagt die Ärzte seines Vereins. Dem Werder-Stürmer war 2007 eine neue Niere eingesetzt worden; er wirft den Ärzten vor, die Insuffizienz seiner Niere nicht rechtzeitig erkannt zu haben. Nun fordert er Schmerzensgeld und Schadensersatz.

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          Fußball-Profi Ivan Klasnic verklagt zwei Ärzte seines Vereins Werder Bremen. Der Angreifer, dem im März vergangenen Jahres eine Niere implantiert worden war, hat nach einem Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ über seinen Anwalt Klage auf Schmerzensgeld vor dem Landgericht Bremen gegen die Mediziner eingereicht.

          Von den Werder-Verantwortlichen war der Schritt Klasnics erwartet worden. „Der Anwalt hat uns vor etwa einem Monat über seine Vorgehensweise informiert. Wir haben Ivan zu diesem Schritt ermutigt. Kein Spieler darf das Gefühl haben, dass irgendjemand geschützt wird“, sagte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs am Freitag nach dem Eintreffen der Mannschaft in Karlsruhe, wo Werder am Samstag beim KSC gastiert.

          Manager Allofs vertraut dem Mannschaftsarzt

          Klasnic wirft den Medizinern Fehler bei der Behandlung seiner Nierenerkrankung vor. Angeblich sei nicht festgestellt worden, dass Klasnics Nieren das Blut nicht mehr richtig gewaschen hätten. Der Bundesligist konnte den Eingang der Klage nicht bestätigen. Das Landgericht Bremen und der Anwalt von Klasnic waren für eine Stellungnahme am Freitagabend nicht zu erreichen.

          Allofs sprach aber gleichzeitig dem Mannschaftsarzt nachdrücklich das Vertrauen aus. Götz Dimanski äußerte sich am Freitagabend im „Sportblitz“ von Radio Bremen. „Menschlich berührt es mich natürlich sehr. Sachlich gesehen gehe ich ganz gelassen ran. Glücklicherweise ist Ivan Klasnic Profi durch und durch, was ich von mir auch hoffe zu sein, und so gehen wir mit dieser ganzen Sache professionell um“, sagte der Arzt. Laut Klage soll es bereits bei der Einstellungsuntersuchung von Klasnic bei Werder Bremen im Mai 2001 möglich gewesen sein, von auffälligen Blutwerten auf eine Fehlfunktion der Niere zu schließen. Nach Angaben der „Welt“ soll sich der Klage auf Schmerzensgeld, das sich im unteren sechsstelligen Bereich bewegen soll, eine Klage auf Schadenersatz anschließen.

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