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Niederlage in Düsseldorf : Die neue Dortmunder Dünnhäutigkeit

  • -Aktualisiert am

Erste Niederlage in der Bundesliga: Dortmunds junger Neuzugang Jadon Sancho. Bild: Reuters

Erstmals verliert der BVB in dieser Bundesliga-Saison ein Spiel. Bei der Aufarbeitung reagiert Trainer Lucien Favre mit einer giftigen Replik. Ähnlich gereizt reagiert der Dortmunder Kapitän.

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          Die nackten Worte, die Lucien Favre am Ende eines ärgerlichen Abends formulierte, klangen nach Besonnenheit und innerer Ruhe, aber der Trainer von Borussia Dortmund war spürbar aufgebracht. Zwar sei diese erste Niederlage in der laufenden Bundesligasaison „schwer zu akzeptieren“, sagte der Trainer von Borussia Dortmund nach dem 1:2 beim Aufsteiger Fortuna Düsseldorf, aber man merke eben, „dass bald Weihnachten ist“. Die Körper sind am Ende eines anstrengenden Halbjahres erschöpft, genau wie die Köpfe, „so ist Fußball“, verkündete Favre. Eine gewisse Milde schwang in diesen Sätzen mit, konkurrierte jedoch mit einem ganz anderen Gefühl: Ärger.

          Bundesliga

          Das wurde deutlich, als Favre gefragt wurde, warum er die formstarken Paco Alcácer, Raphael Guerreiro und Jadon Sancho zunächst nur auf die Bank gesetzt hatte, um dafür die zuletzt oft weniger überzeugenden Kollegen Mario Götze, Christian Pulisic und Jacob Bruun Larsen aufzustellen. „Haben Sie festgestellt, dass sich heute zwei Spieler bei uns verletzt haben?“, fauchte Favre zurück. „Akanji ist out, und Diallo ist out.“ Mit dieser giftigen Replik wollte er darstellen, dass seine Spieler physisch am Limit angelangt sind, Ömer Toprak ist tatsächlich der letzte gesunde Innenverteidiger im Kader, Favres These lautete also: Hätte er die drei anderen aufgestellt, wären auch sie der akuten Gefahr ausgesetzt gewesen, im wichtigen Spiel gegen Borussia Mönchengladbach an diesem Freitag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga sowie im ZDF und im Eurosport Player) oder noch länger auszufallen.

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