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1:1 gegen Freiburg : Mönchengladbach kann nicht mehr zuhause gewinnen

Zurückhaltender Jubel: der Freiburger Torschütze Vincenzo Grifo (links) zeigt sich demütig gegenüber seinem eigentlichen Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach. Bild: dpa

Für Borussia Mönchengladbach hat Vincenzo Grifo in einer ganzen Saison kein Tor erzielt. Gegen die Borussia aber trifft der nach Freiburg zurückgekehrte Kunstschütze. Die „Fohlen“ bleiben auch im vierten Heimspiel in Serie sieglos.

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          Das Tor-Comeback von Alassane Plea war nicht genug: Borussia Mönchengladbach hat im Rennen um die Champions League erneut empfindlich gepatzt. Das Team von Trainer Dieter Hecking kam gegen den SC Freiburg nicht über ein mageres 1:1 (1:1) hinaus. Die in der Hinrunde noch so heimstarke Borussia blieb somit zum vierten Mal in Folge im eigenen Stadion ohne Sieg. Der zuletzt in sieben Spielen torlose Plea (16.) bewahrte die Borussia sogar vor Schlimmerem, nachdem der Ex-Gladbacher Vincenzo Grifo (10.) die Gäste früh in Führung geschossen hatte. Der Vorsprung des Hecking-Teams auf Platz fünf kann somit am Sonntag auf einen Punkt schmelzen - vor wenigen Wochen waren es noch zehn.

          "Beide Mannschaften waren defensiv sehr stabil. Es gelingt uns nicht, den letzten Druck zu machen. Der Wille war da, aber Freiburg macht einem das Leben schwer", sagte Gladbachs Torhüter Yann Sommer bei Eurosport. "Ich habe mich gefreut zurückzukommen. Mit dem Punkt jetzt umso mehr. Wir haben natürlich gewusst, dass sie die letzten drei Heimspiele nicht gewonnen haben, das wollten wir ausnutzen", sagte Grifo. "Wir fahren nicht nach Gladbach, um nett zu sein", hatte Freiburgs Trainer Christian Streich vor dem Spiel angekündigt. Seine Elf hielt sich an die Vorgabe und wurde früh belohnt: Grifo, der vergangene Saison in 17 Einsätzen für die Borussia keinen Treffer erzielte hatte, überwand Sommer per Flachschuss. Der Italiener war somit an sieben der letzten elf Freiburger Tore beteiligt.

          Gladbach schlägt zurück

          Die durchaus überraschende Führung hatte jedoch nur sechs Minuten Bestand: Gladbachs Rekordeinkauf Plea drückte ein flache Hereingabe von Thorgan Hazard zu seinem elften Saisontor über die Linie, der Ausgleich hielt auch der Überprüfung durch den Video-Assistenten stand. Der in der Hinrunde so treffsichere Franzose beendete damit seine Durststrecke von 541 Minuten ohne Tor.

          Nach dem hektischen Beginn gönnten sich beide Teams vor den 46.832 Zuschauern eine Atempause. Gladbach zog sich bei Freiburger Ballbesitz weit zurück, um mit schnellen Kontern zu antworten. Die neu formierte SC-Abwehr mit dem Startelfdebütanten Keven Schlotterbeck in der Innenverteidigung ließ bis zur Pause jedoch nur wenig zu. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Grifo sogar die Chance zur erneuten Führung (36.). Insgesamt blieb die Partie aber auch in der zweiten Halbzeit auf mäßigem Niveau.

          Die Borussia hatte Mühe, ihre spielerische und individuelle Qualität auf den Platz zu bringen. Auch von Hazard, dessen 42-Millionen-Transfer zu Borussia Dortmund im Sommer angeblich schon perfekt ist, war nicht viel zu sehen. Stattdessen entpuppte sich Freiburg als unangenehmer Gegner, auf links wagte Christian Günter immer wieder gefährliche Vorstöße. Die Einwechslung von Patrick Herrmann (61.) brachte noch einmal Schwung in das Gladbacher Offensivspiel, zwingend waren die Bemühungen der Fohlenelf jedoch viel zu selten. Bei Freiburg stemmten sich allen voran Schlussmann Alexander Schwolow und der starke Innenverteidiger Dominique Heintz mit Erfolg gegen die Bemühungen der Borussia.

          "Wir waren für mich heute zu passiv, das hatten wir anders vor. Es ist dann schwer, die Räume zu finden, die Möglichkeiten zu kreieren. Freiburg hat gut verteidigt. Wir waren auch zu unsauber beim letzten Pass, nach vorne wird es dann zäh. In der Länderspielpause müssen wie das eine oder andere ansprechen."

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