https://www.faz.net/-gtm-9ohvd
 

Wann kippt die 50+1-Regel? : Der Fußball braucht mehr Investoren

  • -Aktualisiert am

Für die meisten Fußball-Fans in Deutschland, hier welche des SC Freiburg, ist die Beibehaltung der 50+1-Regel zentral. Bild: dpa

Geldgeber dürfen Klubs in Deutschland noch immer nicht mehrheitlich übernehmen. Das ist ein Problem. Denn von dieser fragwürdigen und nicht mehr haltbaren Regel wird der Fußball gelähmt.

          1 Min.

          Es tut sich etwas im deutschen Fußball. Das Geschäft mit der neuen Saison hat noch gar nicht begonnen, da werden schon große Deals abgeschlossen. Es geht nicht um Spieler und Transfers. Abseits des teuren Wechselspiels treten neue Financiers in den Markt, die sich für Klubs interessieren.

          In dieser Woche hat Hertha BSC öffentlich gemacht, dass der Finanzinvestor Lars Windhorst für 125 Millionen Euro Mitgesellschafter an dem Bundesligaklub wird. Ein Milliardär aus Luxemburg kündigte zuletzt an, dass er den einstigen Meisterklub 1. FC Kaiserslautern wieder zu alter Blüte bringen will. Und gerade wurde bekannt, dass der Drittligaaufsteiger Waldhof Mannheim jetzt von einem reichen Geschäftsmann unterstützt wird, der die Unternehmen der deutschen Milliardärsfamilie Reimann verwaltet.

          Zwar bleibt abzuwarten, wie nachhaltig die Geldgeber ihre Engagements in die Fußballvereine umsetzen werden. Doch das Signal ist gut: Es ist zu hoffen, dass der Druck weiterer Investoren dazu führt, dass endlich die kartellrechtlich fragwürdige und nicht mehr haltbare 50+1-Regel kippt, die bisher verhindert, dass Investoren Klubs in Deutschland mehrheitlich übernehmen dürfen.

          So dominiert weiterhin die Vereinsmeierei der Deutschland AG des Fußballs – mit oft genug schwachen Managerleistungen. Diese Bremse verhindert größere Wachstumsschübe.

          Weitere Themen

          Nur die Ruhe!

          Lost in Translation (4) : Nur die Ruhe!

          Gemeckert wird auch in Tokio gern. Doch im Zen, heißt es, geht es um das „Erleben des gegenwärtigen Augenblicks“. Das passt zu Olympia – und zum Leben.

          Topmeldungen

          Der BGH urteilt: Die in den milliardenschweren Cum-Ex-Steuerskandal verwickelten Börsenhändler haben sich strafbar gemacht.

          Urteil mit Signalwirkung : BGH bestätigt Strafbarkeit im Cum-Ex-Skandal

          Mit Hilfe von Cum-Ex-Geschäften sollen Aktienhändler über Jahre hinweg dem Staat das Geld aus der Tasche gezogen haben. Der Bundesgerichtshof hat nun erstmals klargestellt, dass das strafbar war. Das Urteil hat Signalwirkung.
          Die westliche Wissenschaft  wird von der kritischen Rassentheorie unter Generalverdacht gestellt.

          Kritische Rassentheorie : Feindliche Umarmung der Wissenschaft

          Ohne Aussicht auf rationale Verständigung: Die Biomedizin und andere Naturwissenschaften geraten in den Strudel identitärer Ideologien, die ihre Erkenntnisgrundlage aushöhlen und sie mit Pauschalvorwürfen überziehen. Ein Gastbeitrag.
          Schüler treten zu einer der wichtigsten nationalen Prüfungen im Schulsystem der Volksrepublik China an: das Gao Kao

          Nach Bildungsreform : Pekings Politik belastet Chinas Finanzmarkt

          Die jüngsten harten Regulierungsmaßnahmen in China gegen private Bildungsanbieter haben Anleger kalt erwischt und verunsichert. Gerüchte haben Konjunktur. Andere Beobachter raten zu Besonnenheit.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.