https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/bundesliga/mckennie-hakimi-sancho-thuram-protest-nach-tod-von-george-floyd-16795608.html
Bildbeschreibung einblenden

Protest nach George Floyds Tod : Die Sportler verlassen die Deckung

Marcus Thuram kniete nach seinem Tor für Borussia Mönchengladbach als Zeichen des Protests. Bild: dpa

McKennie, Hakimi, Sancho, Thuram: Bundesligaspieler beklagen wie viele andere Athleten Polizeigewalt und institutionalisierten Rassismus. Ihre Proteste nach dem Tod von George Floyd dürften noch zunehmen. Wie reagieren die Verbände?

          5 Min.

          Weston McKennie, 21 Jahre alt, geboren in Little Elm, Texas, Fußballprofi des FC Schalke 04, war der Erste. „Justice for GEORGE“ stand auf dem Band, das er in der zweiten Halbzeit über einen Trauerflor am linken Arm geklebt hatte. McKennie wurde nach 55 Minuten ausgewechselt. Das Zeichen war gesetzt. Viel war von der Vorreiterrolle der Liga die Rede, als vor rund vier Wochen bei der DFL der Plan reifte, alsbald den Betrieb wiederaufzunehmen.

          Bundesliga
          Christoph Becker
          Sportredakteur.
          Evi Simeoni
          Sportredakteurin.

          Am vierten Spieltag nach Ende der Corona-Pause war es endgültig so weit. Die Dortmunder Achraf Hakimi und Jadon Sancho mit Solidaritätsbotschaften auf T-Shirts, der Gladbacher Marcus Thuram mit seinem an die Geste des Quarterbacks Colin Kaepernick erinnernden Kniefall: Bundesliga-Profis solidarisieren sich nach der Misshandlung des Afroamerikaners George Floyd durch vier Polizisten und seinem anschließenden Tod in Minneapolis mit dem Protest gegen Polizeigewalt und institutionalisierten Rassismus in den Vereinigten Staaten. Just in jenen Wochen, in denen die Liga mehr als je zuvor Beachtung findet, gerade auf dem nordamerikanischen Markt, dessen Profiligen angesichts der Pandemie ebenso ruhen wie die sonst dominante englische Premier League.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Arbeit ist nicht alles – nicht nur vor diesem Café in Berlin.

          Generation Z : Faul oder frei?

          Die rätselhafte Generation Z: Was bleibt von den Vorurteilen über ihre Arbeitsmoral und ihre Zukunftsängste übrig, wenn man genauer hinsieht?
          Der russische Präsident Wladimir Putin wägt einen Goldbarren: Russland hat zuletzt 3,6 Tonnen Gold verkauft.

          200 Millionen Dollar : Wladimir Putin greift die Goldreserven an

          Russland verkauft Gold im Wert von mehr als 200 Millionen Dollar. Damit sollen Löcher im Haushalt gestopft werden. Wie geht das überhaupt angesichts der Sanktionen des Westens?
          Flach, aber nicht schwach: Der neue Mac Mini kann auch Maxi.

          Mac Mini im Test : Flache Verwirrung in der Apple-Welt

          Apple bringt alles durcheinander. Der Mac Mini ist zwar klein, aber schneller als ein großer Mac. Wie soll man sich nur entscheiden? Ein Blick auf den neuen Rechner und seine Rivalen