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Bei Kruse-Debüt : Union-Schlappe gegen Augsburg

  • Aktualisiert am

Enttäuschend: Union Berlin unterliegt den Augsburgern. Bild: AP

Union Berlin setzt große Hoffnungen in Max Kruse. Bei seinem ersten Einsatz für die Eisernen kann aber auch der ehemalige Nationalspieler nicht für die Wende gegen Augsburg sorgen.

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          Max Kruse hat bei seinem Bundesliga-Comeback nach 504 Tagen einen Fehlstart des 1. FC Union Berlin nicht verhindern können. Der Top-Zugang der Eisernen wurde am Samstag beim 1:3 (0:1) gegen den FC Augsburg nach 70 Minuten eingewechselt, konnte als Joker aber die Niederlage nicht mehr abwenden. Ruben Vargas (41.), Michael Gregoritsch (82.) und André Hahn (89.) sorgten mit ihren Toren für den ersten Sieg des FCA in der Fußball-Bundesliga gegen Union und einen perfekten Saisonauftakt des Teams von Trainer Heiko Herrlich. Kurz nach der Einwechslung von Kruse hatte Marius Bülter (75.) mit seinem Ausgleich für Berliner Hoffnung gesorgt. „Augsburg war sehr effektiv“, sagte Trainer Urs Firscher. „Wir haben es nicht konsequent zu Ende verteidigt. Wir wollten im zweiten Durchgang Druck aufbauen und haben uns mit dem Ausgleich mehr als belohnt.“

          Bundesliga

          Erstmals seit einem halben Jahr waren immerhin wieder rund 4500 Zuschauer im Stadion an der Alten Försterei. Die Union-Anhänger bestätigten ihr Image als lautstarke, leidenschaftliche Fans. Das zu gut einem Fünftel gefüllte Stadion im Osten Berlins erlebte wieder weit mehr als nur einen Hauch großer Fußball-Stimmung.

          „Fußball-Gott“, schallte es schon vor dem Anpfiff durch das Stadion. Gemeint war aber kein Unioner. Die Huldigung galt Gäste-Torwart Rafal Gikiewicz, der gleich in seinem ersten Liga-Spiel für den FCA an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte. Der Stadionsprecher gewährte dem einstigen Kultkeeper mit einer Kunstpause beim Verlesen der Aufstellungen die Ovationen der Fans.

          Gikiewicz konnte die Atmosphäre entspannt genießen – und zwar auch noch lange nach dem Anpfiff. Die Berliner Offensivharmlosigkeit war frappierend. Nach dem Abgang von Toptorjäger Sebastian Andersson nach Köln und der Verletzung von Anthony Ujah durfte Marcus Ingvartsen als Spitze ran. Der einzige Schuss des Dänen (19.) ging vorbei. Gikiewicz blieb beschäftigungslos.

          Schlechter Lauf für die Union

          Für Union lief es denkbar schlecht. Antreiber Christian Genter (25.) musste früh verletzt raus. Trainer Urs Fischer brachte aber nicht Kruse für die zentrale Position, sondern den deutlich defensiver orientierten Sebastian Griesbeck. Augsburg war agiler, ohne den ganz großen Druck zu entfachen. Als sich Raphael Framberger über rechts energisch durchsetzte, konnte Vargas problemlos einköpfen. Andreas Luthe war beim Tor seines Ex-Kollegen machtlos.

          Wie würde Union antworten? Bülter (48.) schlenzte den Ball über das Tor. Wieder war Gikiewicz nicht gefordert. Kruse machte sich derweil mit den anderen Reservisten warm. Impulse nach vorne hätten die Berliner nun dringend benötigt. Augsburg verwaltete den Vorsprung nur recht sachlich. Union spielte erstaunlich oft im Rückwärtsgang.

          Als sich Kruse seiner Trainingsjacke entledigte ging ein Raunen durchs Stadion. Zwei Minuten nach seiner Einwechslung musst Gikiewicz tatsächlich das erste Mal eingreifen, um sich den Ball vor dem heranstürmenden Kruse zu packen. Als Bülter wenig später traf, schien der Kruse-Faktor zu wirken, aber in die Berliner Begeisterung traf Gregoritsch doch zur abermaligen Augsburger Führung. Hahns Tor kurz vor Schluss machte den Union-Fehlstart perfekt.

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