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Rückkehr ins Training : Plötzlich ist Götze wieder Dortmunds Hoffnung

  • Aktualisiert am

Lange nicht gesehen: Mario Götze zeigt sich bei den Fans. Bild: dpa

Sehr lange fehlte Mario Götze mit einer Krankheit. Nun ist er zurück im Training in Dortmund – und beeindruckt gleich. Dafür plagen die Borussia aber nun andere Sorgen.

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          Die meisten Kameras waren auf Mario Götze gerichtet. Allein das Comeback des Weltmeisters nach fünfmonatiger Zwangspause sorgte am Montag beim ersten öffentlichen Training von Borussia Dortmund vor rund 800 Zuschauern für einen großen Medienauflauf. Der an einer Stoffwechselstörung erkrankte Götze wirkt erstaunlich fit. Wie schon am zurückliegenden Wochenende absolvierte er die komplette Einheit des neuen Trainers Peter Bosz ohne Probleme. „Die ersten Eindrücke sind hervorragend. Die Werte, die wir bekommen haben, sehen sehr gut aus. Wir sind sehr hoffnungsfroh“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

          Die Erleichterung über die Fortschritte ist bei allen Beteiligten groß. Angesichts des langen Ausfalls des am Kreuzband operierten Mario Reus bis zum Beginn der Rückrunde, der rund viermonatigen Zwangspause des zum Wochenbeginn am Fuß operierten Europameisters Raphael Guerreiro und der noch immer offenen Zukunft von Pierre-Emerick Aubameyang kann die Borussia einen gesunden Götze sehr gut brauchen.

          Zorc warnte jedoch vor einer zu großen Erwartungshaltung. „Wir müssen behutsam vorgehen und dürfen nicht zu viel zu schnell wollen.“ Um den bisher vielversprechenden Formaufbau nicht zu gefährden, wird Coach Bosz am Dienstag (19.00 Uhr) im ersten Test bei RW Essen auf Götze verzichten. „Mario hat erst drei Trainingseinheiten absolviert. Das wäre nach einer so langen Pause zu früh“, sagte der niederländische Fußballlehrer.

          Schon wieder gut in Schuss: Nach langer Pause trainiert Götze wieder beim BVB.

          Neben Götze stand Aubameyang im Fokus. Die jüngsten Medienspekulationen, wonach der AC Mailand seine Bemühungen um den besten Torschützen der vergangenen Bundesliga-Saison intensiviert hat, kommentierte Zorc gelassen. „Gerüchte gibt es jeden Tag. Es gibt keinen neuen Stand“, sagte der Sportdirektor den „Ruhr Nachrichten“ (Montag), „Auba trainiert gewissenhaft und macht einen guten Eindruck.“ Eine weitere Option für den Torjäger ist ein Wechsel nach China. Dort schließt das Transferfenster jedoch schon an diesem Freitag.

          Zum Leidwesen von Bosz machen dem BVB bereits zum Saisonstart Verletzungssorgen zu schaffen. Neben Reus und Julian Weigl wird nun auch Guerreiro lange fehlen. Anders als vom portugiesischen Verband behauptet, hat sich der Mittelfeldspieler im Confed-Cup-Duell mit Russland am 21. Juni keine Prellung, sondern einen Bruch zugezogen. Nach der unumgänglichen Operation am Montag fällt Guerreiro mindestens bis Ende Oktober aus.

          „Dieser Ausfall wiegt schwer. Raphael hat ein extrem hohes spielerisches Moment in die Mannschaft gebracht“, klagte Zorc. Die irreführende Diagnose der Portugiesen, die den Heilungsprozess von Guerreiro verzögerte, sorgte beim BVB-Sportdirektor für Verärgerung: „Wir waren schon überrascht. Unsere Bilder haben sich eindeutig von den Aussagen aus Portugal unterschieden. Das war so eindeutig, da fragt man sich schon, was da gesehen wurde.“

          Angesichts dieser Rückschläge wird die Verschlankung des mit über 30 Profis üppig besetzten Kaders nicht so ganz so deutlich ausfallen wie ursprünglich angedacht. Dennoch gelten Neven Subotic und Joo-Ho Park, der von Bosz bereits für die U23 abgestellt wurde, als mögliche Abgänge. Darüber hinaus kommen Mikel Merino und Emre Mor für ein Leihgeschäft in Frage. Das 19 Jahre alte Talent Dzenis Burnic wurde für ein Jahr an den VfB Stuttgart ausgeliehen.

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