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Weltmeister von 2014 : Götze findet doch noch einen neuen Verein

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Mario Götze will in Zukunft außerhalb der Bundesliga jubeln. Bild: Picture-Alliance

2014 schoss er Deutschland zum WM-Titel. Danach allerdings machte Mario Götze eine schwere Zeit durch. Nach dem Aus in Dortmund war er praktisch arbeitslos. Nun wechselt Götze ins Ausland – zu einem deutschen Trainer.

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          Mario Götze wechselt zum niederländischen Spitzenklub PSV Eindhoven. Der 28 Jahre alte ehemalige Fußball-Weltmeister bekommt dort einen Zweijahresvertrag, teilte der Verein am Dienstagabend auf seiner Homepage mit. „Wir sind sehr stolz“, sagte der Direktor Fußball, John de Jong. Götze könne offensiv auf jeder Position spielen und habe internationale Erfahrung.

          Trainer des Tabellenzweiten der Eredivisie ist seit diesem Jahr Roger Schmidt, der in der Bundesliga Bayer Leverkusen und zuletzt Beijing Guoan in China betreut hatte. Gespräche zwischen Schmidt und Götze seien ausschlaggebend gewesen, hieß es. „Ich hatte viele Angebote diesen Sommer, aber ich bin ein Gefühlsmensch und treffe meine eigenen Entscheidungen“, wurde Götze zitiert. „Ich fühle mich bereit für eine ganz andere Herausforderung und bin zuversichtlich, dass dies ein sehr angenehmer Übergang für mich sein wird.“

          Der ehemalige Bayern- und BVB-Profi Götze war seit Juli praktisch arbeitslos. Die Dortmunder hatten seinen Vertrag nicht verlängert. Der 28-Jährige hatte in den Planungen von BVB-Trainer Lucien Favre keine entscheidende Rolle mehr gespielt. Er kam nur auf 15 Einsätze in der vergangenen Spielzeit, meist als Einwechselspieler. Kurz nach seiner Rückkehr zum BVB im Sommer 2016 für 22 Millionen Euro hatte Götzes Karriere bereits einen Abwärtsknick gemacht. Grund waren gesundheitliche Probleme. Wegen einer Stoffwechselerkrankung fehlte er er den Dortmundern fast die komplette erste Jahreshälfte 2017.

          Während in diesem Sommer dann seine WM-Kollegen André Schürrle und Benedikt Höwedes ihre Karrieren überraschend früh beendet hatten, ließ sich Götze seine Zukunft offen. Neben einer Verpflichtung durch Hertha BSC war auch über eine Rückkehr zum FC Bayern spekuliert worden. Weitere angebliche Kandidaten waren AS Monaco, Bayer Leverkusen, der FC Valencia und der FC Sevilla.

          In die Vereinigten Staaten wollte Götze noch nicht wechseln. „Mein Fokus liegt auf Europa“, hatte er zuletzt erklärt: „Ich habe ehrgeizige Ziele und will unbedingt noch die Champions League gewinnen.“ Ob das allerdings mit Eindhoven gelingt, ist äußerst fraglich. Zumindest in dieser Saison spielt die Mannschaft nur in der Europa League. Und selbst wenn sie sich in Zukunft für die Königsklasse qualifizieren sollte, ist sie dort alles andere als ein Mitfavorit.

          „Ich brauche das Gefühl, dass ich zu dem Verein, dem Trainer und dessen Philosophie passe“, sagte Götze schon vor seinem Wechsel. Geld spielte bei der Entscheidung für einen neuen Klub eher eine untergeordnete Rolle. Angeblich hat Götze in Dortmund zehn Millionen Euro pro Jahr verdient.

          „Selbstverständlich kann in Zeiten von Corona eine solche Summe nicht als Grundlage für meine Verhandlungen dienen“, sagte er: „Die entscheidenden und wirklich wichtigen Faktoren sind die Sportlichen: Ich will den Konkurrenzkampf, mich auf höchstem Niveau beweisen und zeigen, dass ich jeder Mannschaft helfen kann. Meine Sehnsucht nach Fußball ist sehr groß.“

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