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Thurams Spuck-Attacke : Das könnte Sie verstören!

Marcus Thuram sieht vom Schiedsrichter die Rote Karte. Bild: Reuters

Marcus Thurams Spucken ins Gesicht des Gegners ist abstoßend. Schon seit langem wird im Fußball auf den Rasen gespuckt oder geschnäuzt wie in keiner anderen Sportart. Es ist ein Rätsel, weshalb die Bundesliga das nicht längst ahndet.

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          Wenn das Spiel Mönchengladbach gegen Hoffenheim eine Produktion von Netflix gewesen wäre, dann wäre dieses Spiel womöglich mit einem Warnhinweis versehen worden: „Dieser Beitrag enthält demütigende Verhaltensweisen mit menschlichem Speichel, die Sie verstören könnten.“ So weit ist es zwar noch nicht, dass vor einem Fußballspiel eine Triggerwarnung eingeblendet wird, damit jeder Zuschauer entscheiden kann, ob er sich die nachfolgenden Darstellungen tatsächlich zu Gemüte führen will. In der Realität des 13. Spieltags dürften sich jedoch zahlreiche Fans ziemlich angewidert abgewendet haben, als ein Gladbacher Profi seinem Gegner, dem er direkt gegenüberstand, mitten ins Gesicht spuckte. Es ist keine Übertreibung, wenn man behauptet, dass die Liga eine ihrer abstoßendsten Szenen der vergangenen Jahre erlebt hat.

          Bundesliga

          Wer einen anderen Menschen vorsätzlich anspuckt, macht sich strafbar. Im realen Leben ist Anspucken ein Straftatbestand. Einer, der unterschiedlich beurteilt wird. Erst einmal ist es ein vermeintlich unerheblicher Angriff, der keine körperliche Auswirkung oder Gesundheitsschädigung nach sich zieht. Er kann sich dennoch körperlich auswirken, etwa durch Ekelgefühle, Abscheu oder Brechreiz. Das sind mögliche Folgen, die dazu führen können, dass Anspucken strafrechtlich als Körperverletzung beurteilt wird.

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