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Verletzter Nationaltorwart : Neuer wird zum großen Rätsel der Bayern

Wann steht Manuel Neuer wieder für den FC Bayern im Tor? Bild: Reuters

In Leverkusen fehlt Manuel Neuer den Münchnern. Wie schwer ist die Verletzung? Wann kann der Torwart wieder spielen? Sportdirektor Hasan Salihamidzic reagiert auf Nachfragen ziemlich seltsam.

  • Aktualisiert am
          2 Min.

          Am Sonntagvormittag war er wieder da. Der an der Hand verletzte Torhüter Manuel Neuer nahm am Training des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München teil. Der 32-Jährige „war bei den Übungen der Feldspieler dabei“, teilten die Bayern mit, Neuer trug im Schneetreiben an der Säbener Straße eine Schiene am verletzten Daumen, an ein spezifisches Training für Torhüter war aber offenbar nicht zu denken.

          Bundesliga

          Auch Thiago, Arjen Robben und Franck Ribery, die die Münchner beim 1:3 bei Bayer Leverkusen am Samstag vermisst hatten, absolvierten die Einheit. Ob der Nationaltorhüter Neuer an diesem Mittwoch (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zum DFB-Pokal, in der ARD und bei Sky) im Achtelfinale des DFB-Pokals bei Hertha BSC in Berlin aber wieder spielen kann, blieb offen.

          Während Bayer-Coach Niko Kovac sich nicht festlegen wollte, hatte Münchens Ersatzkeeper Sven Ulreich nach der Niederlage in Leverkusen seiner Überzeugung Ausdruck verliehen, dass die Nummer eins Neuer in Berlin wieder im Tor stehen werde. „Der Finger ist recht dick geworden, aber in ein oder zwei Tagen sollte das wieder anders sein und er wieder spielen können“, betonte Ulreich, der nach sieben Monaten erstmals wieder Neuer vertreten durfte. Der 2014er-Weltmeister Neuer hatte am Freitag aufgrund einer Trainingsverletzung an der rechten Hand für das Gastspiel in Leverkusen passen müssen. „Ich habe mich natürlich gefreut, dass ich wieder spielen durfte, für Manu war es aber bitter“, sagte Ulreich.

          Zuvor hatten die Münchner ein erstaunliches Rätsel um Neuer Verletzung gemacht und dabei ein unglückliches Bild abgegeben. Er hatte die Reise nach Leverkusen nicht mitgemacht, da er sich „eine Blessur an der rechten Hand“ zugezogen hatte, teilte der Verein vor der Partie lediglich mit. Von den Verantwortlichen gab es auch danach keine genauen Angaben dazu, welcher Art die Blessur ist.

          Wenig souverän wirkten dabei die Aussagen von Salihamidzic. „Ich weiß es, aber ich sag es nicht“ meinte er. Auf die Frage nach dem Warum, ergänzte er trotzig: „Weil ich das nicht möchte.“ Thomas Müller erklärte in Leverkusen nur knapp. „Wenn die Ärzte sagen, dass Manu nicht fit ist, dann ist Ulle unser Ansprechpartner, was die Torhüterposition betrifft.“

          Drei Gegentreffer hatte der 30 Jahre alte Neuer-Vertreter Ulreich im ersten Spiel seit sieben Monaten gefressen. Viel machen konnte der frühere Stuttgarter nicht, vielleicht am ehesten noch beim Freistoßtreffer von Leon Bailey zum 1:1. „Jetzt werden die Experten wieder sagen, der geht in die Torwartecke“, bemerkte der Keeper, der sich selbst nicht die Schuld gab: „Er trifft ihn halt auch sehr gut.“ Und wie geht es jetzt mit der Nummer zwei der Bayern weiter? Er gibt sich keinen Illusionen hin, glaubt schon an einen Neuer-Einsatz im DFB-Pokal am Mittwoch. Am Sonntag aber blieb Neuer im Abschlussspiel im Training nur die Rolle des Zuschauers am Seitenrand.

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