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Manuel Neuer über FC Bayern : „So einen Zusammenhalt habe ich noch nie erlebt“

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„Unser größter Wunsch für das neue Jahr ist, da sind wohl alle Menschen vereint, dass diese Pandemie bald überwunden wird“: Manuel Neuer Bild: AFP

Der FC Bayern sahnte einen Titel nach dem anderen im Jahr 2020 ab. Nun blickt Kapitän Manuel Neuer auf das so erfolgreiche Jahr zurück, und sagt, was das Erfolgsrezept der Münchner ist und was er für 2021 wünscht.

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          Kapitän Manuel Neuer sehnt zum Jahreswechsel mit seinen Teamkollegen beim FC Bayern das Ende der Corona-Krise herbei. „Unser größter Wunsch für das neue Jahr ist, da sind wohl alle Menschen vereint, dass diese Pandemie bald überwunden wird“, schreibt der Fußball-Nationaltorhüter in einem Beitrag für die Januar-Ausgabe des Vereinsmagazins „51“. Die Münchner Profis blickten aber für 2021 „optimistisch nach vorne“.

          Nach fünf Titeln in diesem Jahr wollen die Bayern-Profis schon im Februar die nächste „große“ Trophäe nach München holen. „Der Gewinn der Klub-WM 2013 war ein tolles Erlebnis. Wir haben es uns nun wieder als Champions League-Sieger erarbeitet, mit diesem Titel Geschichte zu schreiben. Diese Chance wollen wir wahrnehmen.“ Die Klub-WM findet vom 1. bis 11. Februar in Qatar statt.

          Der inzwischen 34 Jahre alte Neuer ordnet das aktuelle Bayern-Team ganz weit oben ein: „Ich persönlich habe so einen Zusammenhalt noch nie erlebt, und ich bin bereits eine ganze Weile im Fußball tätig.“ Ohne Fans in den Stadien hätten sich die Spieler auf dem Platz umgestellt: „Wir pushen uns gegenseitig mehr als früher, denn wir müssen diese Kräfte stärker von innen heraus freisetzen.“

          Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sieht seinen Klub derweil an der Spitze des Weltfußballs angekommen. „Wir sind jetzt in allen Bereichen weltweit die Nummer eins, und diese Position wollen wir verteidigen und ausbauen“, sagte 65-Jährige im Interview mit dem Klubmagazin „51“.

          Die Folgen der Corona-Pandemie sieht Rummenigge differenziert. „Der wirtschaftliche Schaden ist bei den größeren Klubs schwerwiegender, weil sie höhere laufende Kosten haben. Es gibt zum Beispiel noch keine Korrektur in der Gehaltsstruktur bei den Spitzenspielern. Wer ins oberste Regal greift, muss weiterhin in Kauf nehmen, viel auszugeben“, äußerte der Funktionär: „Die Transferausgaben haben sich hingegen im Vergleich zu den Vorjahren halbiert. Absurde Summen wie noch vor zwei Jahren erleben wir derzeit nicht, und ich zweifle, ob die Beträge irgendwann mal wieder solche Dimensionen erreichen.“

          Mit Blick auf die angelaufenen Corona-Impfungen ist Rummenigge „vorsichtig optimistisch, dass wir im Laufe des Jahres wieder Zuschauer in der Allianz Arena haben werden“. Seinem Abschied vom Posten des Vorstandsvorsitzenden zum Ende des kommenden Jahres sieht Rummenigge nüchtern entgegen: „Wenn ich im Dezember meinen letzten Arbeitstag haben werde, hoffe ich, dass ich zur Tür hinausgehe und die Leute sagen, dass da einer über die Jahre mehr richtig als falsch gemacht hat.“

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