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Mainz-Torschütze Onisiwo : „Er erinnert sich nicht an seinen Treffer“

Sandro Schwarz, Trainer von Mainz 05, und sein Spieler Karim Onisiwo. Bild: AFP

Karim Onisiwo erzielt beim turbulenten 3:3 von Mainz gegen RB Leipzig ein sehenswertes Tor. Erinnern kann er sich daran allerdings nicht, da er vorher mit einem Gegenspieler zusammenstieß. Seinem Team leistet er einen großen Dienst.

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          Man sagt so gerne, dass ein Torjäger am besten ist, wenn er nicht nachdenkt über sein Tun. So wenig Grund nun eine Gehirnerschütterung zur Verharmlosung bietet, so gut könnte am Freitagabend der Treffer des Mainzer Stürmers Karim Onisiwo nun als ein Beleg aus der Praxis für die These dienen. Der Österreicher vollendete beim 3:3 gegen RB Leipzig kurz vor der Pause eine Einzelleistung, als er erstaunlich flink und beweglich an der Strafraumgrenze mit dem Rücken zum Tor seinen Gegenspieler Lukas Klostermann austanzte, ehe er mit seinem schwächeren linken Fuß den Ball so genau neben den linken Pfosten drosch, dass der starke Leipziger Schlussmann Peter Gulacsi keine Chance zur Abwehr hatte. Onisiwo war in diesem Moment vermutlich nicht mehr ganz Herr seiner Sinne, seine Aktion war womöglich gesteuert irgendwo fern des vollen Bewusstseins. Der in vielen Fußballjahren erworbene Torjägerinstinkt in reiner Form, frei von störenden Gedanken an ein mögliches Scheitern, könnte gewirkt haben.

          Bundesliga

          Denn Onisiwo stieß nur wenige Minuten zuvor mit dem Leipziger Verteidiger Konaté so unglücklich zusammen, dass er sich mit Brummschädel zwei Minuten am Spielfeldrand hatte behandeln lassen müssen. Die Mainzer Betreuer prüften ihn selbstredend auch auf eine mögliche Gehirnerschütterung, erkannten aber noch keine Anzeichen für eine sofort nötige Auswechslung. So blieb der Stürmer vier weitere Minuten im Spiel, ehe er in der Halbzeit umgehend aus dem Spiel genommen wurde. „Er hatte sich nicht mal an seinen Treffer erinnert, als ich ihn drauf angesprochen habe“, sagte der Mainzer Trainer Sandro Schwarz. „Ich habe ihm dann auch noch gesagt, dass er seinen Vertrag zu reduzierten Konditionen für drei Jahre verlängert hatte.“ Schwarz scherzte im Überschwang nach einem furiosen Bundesligaspiel, ohne freilich Onisiwos Gehirnerschütterung zu verharmlosen.

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