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Mainz 05 : Ein Klub an einem Ort

Suche nach Heimat: Mainz 05 würde am liebsten alles am Stadion bündeln Bild: Frank Röth

Derzeit trainiert, arbeitet und spielt Mainz 05 an drei Orten. Aufsichtsratschef Höhne will die Spaltung beenden. Am liebsten wäre dem Bundesligaklub eine Heimat am Stadion.

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          Bei einem Auswärtsspiel in Mönchengladbach in der vergangenen Saison war Detlev Höhne eigens früher angereist. Der Aufsichtsratsvorsitzende des Fußball-Bundesligavereins Mainz 05 wollte sich anschauen, welche Folgen die Bündelung von Trainingsstätte, Spielstätte und Geschäftsstelle an einem Ort auf der „grünen Wiese“ für Borussia Mönchengladbach mit sich bringt. „Das hat mich überzeugt, dass wir bei unserer Zukunftsplanung diesen Gedanken zumindest mit einbeziehen müssen“, sagt Höhne. Die Reise nach Mönchengladbach mag ihn am Sonntag beim VIP-Auftakt in der Mainzer Arena dazu bewogen haben, auf die Frage nach seiner Vision für die nächsten fünf Jahre zu antworten, dass der Klub möglichst an einem Ort vereint sein soll.

          Derzeit trainieren die Fußballer sowohl des Profiteams wie auch des Nachwuchsleistungszentrums am Bruchweg, wo das alte Stadion als Spielstätte für die U23-Mannschaft sowie die Junioren-Bundesligateams dient. Die Geschäftsstelle ist zur Miete in gut zwei Kilometern Luftlinie entfernt an der Isaac-Fulda Allee angesiedelt, während das Stadion weitere zwei Kilometer außerhalb liegt. Die Dreiteilung des Klubs ist auch baurechtlichen Schwierigkeiten beim Bau der 2011 eröffneten, 34000 Zuschauer fassenden Arena geschuldet. Das Stadion liegt in einer Freiluftschneise, die Besitzverhältnisse in den landwirtschaftlich genutzten Feldern rund um das damals von der katholischen Kirche an die Stadt verkaufte Gelände sind schwierig, weshalb der Bau einer Geschäftsstelle damals nicht möglich war. In den vergangenen Jahren hatte der Verein Pläne verfolgt, die Geschäftsstelle zum Trainingsgelände zu verlegen. Zudem wurde gerade im Sommer in einen neuen Trainingsplatz für die Profis investiert.

          Höhne will seine Worte nicht zu offensiv verstanden wissen. „Ich weiß um die Schwierigkeiten und weiß deshalb auch nicht, ob ein Standort in Mainz realisierbar ist“, sagt Höhne. „Aber wir müssen alle Möglichkeiten mit einbeziehen, wenn wir Entscheidungen treffen, die für die nächsten 20Jahre wegweisend sind.“ Im Herbst will der Verein die Rahmenbedingungen prüfen. Nach Ansicht Höhnes ist eine Zusammenführung an einem Standort vermutlich optimal, zumindest aber die Anbindung der Geschäftsstelle an die Trainingsstätte für die Mitarbeiter des Klubs auch „psychologisch“ bedeutsam.

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