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Ausfall des Hertha-Spiels : Mainz will im Rhythmus bleiben

  • -Aktualisiert am

Turbulenter Abstiegskampf: Gegen Köln siegte Mainz vor einer Woche noch. Bild: dpa

Die Mainzer haben im Kampf gegen den Abstieg aus der Bundesliga einen Lauf. Nun wird der gestoppt. Denn das Spiel gegen Hertha BSC wird verschoben. Der Mainzer Optimismus aber soll bleiben.

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          Die Bundesligafußballer des FSV Mainz 05 sind so gut drauf wie schon lange nicht mehr. Als designierter Absteiger gehandelt, holten sie seit Bo Svenssons Amtsantritt 22 Punkte, 21 davon in der Rückrunde, damit sind sie vor dem 29. Spieltag die fünftbeste Mannschaft der zweiten Halbserie.

          Bundesliga

          Einen veritablen Lauf haben sich die Rheinhessen damit erarbeitet, die aus allen fünf bisherigen Partien im März und April ungeschlagen hervorgingen – dreimal als Sieger, zweimal mit einem Unentschieden. Dass es in den klar dominierten Begegnungen mit dem FC Schalke und Arminia Bielefeld nur zu Punkteteilungen reichte, kompensierten sie zumindest teilweise mit dem 3:2 beim 1. FC Köln am vorigen Wochenende – dem ersten glücklich zustande gekommenen Resultat unter Svensson.

          So hätte es an diesem Sonntag weitergehen können. Zumindest im Umfeld hatte manch einer die Tabelle vor Augen, wie sie nach dem 29. Spieltag aussehen könnte. Wenn die 05er sich mit einem Heimsieg gegen Hertha BSC auch von den Berlinern auf fünf Punkte absetzen würden. Daraus aber wird nichts.

          Die Berliner dürfen zwei Wochen lang nicht vor die Tür, das zuständige Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat den gesamten Kader zur häuslichen Quarantäne verpflichtet, nachdem am Donnerstag vier Akteure positiv auf das Coronavirus getestet worden waren: Trainer Pal Dardai, Ko-Trainer Admir Hamzagic sowie die Profis Dodi Lukebakio und zuletzt Marvin Plattenhardt.

          Was die Spielabsage für die Mainzer bedeutet? Abgesehen davon, dass alle Beteiligten unerwartet in den Genuss eines freien Samstags kamen, bevor am Sonntag die Vorbereitung auf das Spiel bei Werder Bremen am Mittwoch beginnt, vermutlich nicht viel. Jedenfalls weniger als für die Hertha, deren Spieltage vom ersten Maiwochenende bis Saisonschluss eng getaktet sein dürften, da ja auch die Duelle mit dem SC Freiburg und auf Schalke verlegt werden müssen.

          Nachholspiel am 2. Mai?

          „Aus sportlicher Sicht hätten wir am Sonntag gerne gespielt, aber wir können es nicht beeinflussen“, sagte 05-Sportvorstand Christian Heidel. „Der Schutz der Gesundheit geht vor, diesem haben wir uns alle unterzuordnen“, wurde er auf der Vereinsseite zitiert. „Wie das Nachholspiel in unseren Spielplan eingegliedert ist, werden wir sehen. Wir nehmen es, wie es kommt.“

          Einiges spricht dafür, dass die Rheinhessen und die Berliner am 2. Mai aufeinandertreffen werden; dieses Wochenende haben die Verbände für das Halbfinale im DFB-Pokal vorgesehen, mit dem die beiden Klubs nichts zu tun haben. Der FSV Mainz 05 könnte darauf in einem ganz normalen Rhythmus hinarbeiten, die Hertha allerdings müsste kurz nach der Entlassung aus der Isolation ran. Ein Nachteil für Svenssons Mannschaft ergibt sich daraus sicher nicht. Um sich jetzt aus dem Rhythmus bringen zu lassen, dafür scheinen die Kicker vom Bruchweg zu professionell. Und dank des von Svensson gewährten Ruhetages konnten sie ja auch die Köpfe von allem spezifisch auf die Hertha gemünzten Ballast freibekommen.

          Vorwürfe waren aus Mainz in Richtung der Hauptstadt nicht zu hören. Die 05er verfügen selbst über eine, wenn auch geringe Corona-positiv-Erfahrung: Mittelfeldspieler Edimilson Fernandes hatte es gleich zweimal erwischt, Trainer Bo Svensson noch während seiner Salzburger Zeit.

          Nicht äußern mochten sich die Verantwortlichen auf die Frage, ob es sinnvoll sei, alle Bundesligaklubs in der Schlussphase der Saison in eine Hotelquarantäne zu stecken, um Außenkontakte komplett zu vermeiden. Das, sagte Pressesprecherin Silke Bannick, sei ein Thema, mit dem sich nicht der Verein, sondern die DFL beschäftigen müsse.

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