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Mainz 05 in der Krise : Vertrauen und Entlastung

  • -Aktualisiert am

Schwierige Zeiten für den Verein: Vorstandsmitglied Rouven Schröder Bild: dpa

Streikende Spieler, entlassener Trainer. Fußball-Bundesligaklub Mainz 05 durchlebt derzeit stürmische Zeiten. Nun äußert sich der Vorstand zu Rouven Schröder.

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          In derart stürmischen Zeiten, wie sie gerade der Bundesligastandort Mainz erlebt, macht es stutzig, wenn zu einer Pressekonferenz – der ersten des FSV Mainz 05 mit physischer Präsenz aller Beteiligten seit Mitte März – alle drei Vorstandsmitglieder angekündigt sind, aber nur zwei erscheinen. Und wenn es sich beim fehlenden dritten Mann ausgerechnet um Rouven Schröder handelt, den in der vorigen Woche heftig in die Kritik geratenen Manager. Wilden Spekulationen aber setzte Mediendirektor Tobias Sparwasser am Mittwochnachmittag ein rasches Ende. Schröder fehle „aufgrund dringender Verpflichtungen in seinem Kerngeschäft“, berichtete er.

          Das Transfergeschäft für die Rheinhessen wird Schröder auch weiterhin betreiben, um seinen Job muss er nicht fürchten. Nachdem er selbst am Dienstag bekräftigt hatte, voranzugehen, stellte sich jetzt der Vereins- und Vorstandsvorsitzende Stefan Hofmann hinter ihn. „Wir glauben, dass Rouven für Mainz 05 ein sehr guter Sportvorstand ist“, sagte er. Ungeachtet der Kommunikationsfehler, die rund um die Themen Gehaltsverzicht, Ádám Szalai und Spielerstreik gemacht worden waren und die der Verein bereits eingeräumt hatte, stelle sich die Frage nach einer Entlassung des Sportvorstands, die ohnehin nur der Aufsichtsrat vornehmen könnte, nicht. Rouven Schröder sei kein Alleinherrscher, sagte Hofmann. „Wenn er eine Entscheidung trifft, braucht er eine zweite Unterschrift von Jan Lehmann oder mir, sprich, eine Vorstandsmehrheit.“

          Streik erschüttert den Verein

          Die hatte der Manager demzufolge im November vorigen Jahres bei der Trennung von Sandro Schwarz ebenso wie bei der Verpflichtung des am Montag wieder geschassten Achim Beierlorzer. „Solche Entscheidungen werden nicht aus dem Bauch heraus getroffen, sondern erfolgen nach intensiven Diskussionsprozessen.“ Der Umgang mit Szalai wiederum sei Sache der sportlichen Verantwortlichen, also von Trainer und Manager.

          Dass Hofmann und der Aufsichtsratsvorsitzende Detlev Höhne sich nach dem Streik der Gespräche mit den Spielern annahmen, habe nichts mit einer „Entmachtung“ Schröders zu tun, wie in manchen Medien berichtet worden sei. „Aber dieser Streik hat den Profifußball verlassen und eine andere Dimension erreicht“, begründete der Vorstandschef. „Er hat den Verein in seinen Grundfesten erschüttert.“ Deshalb sei nicht mehr nur der Sportvorstand gefragt gewesen.

          Nachdenken müsse man allerdings über neue Strukturen, die Schröder entlasteten. „Rouvens Verantwortungsbereich ist riesengroß, er steht von morgens um sechs bis nachts um zwölf unter Strom und marschiert“, sagte Hofmann. „Er deckt vom Nachwuchsleistungszentrum bis zu den Profis alles ab, er will auch in der Kabine dabei sein.“ Dieses Aufgabenspektrum zu bewältigen, sei schwierig.

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