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Rote Karte führt zu Niederlage : Mainzer Aussetzer in Leipzig

  • Aktualisiert am

Durchatmen, weitermachen: die Devise von Mainz-Trainer Bo Svensson Bild: dpa

Trainer Bo Svenssons höchste Niederlage: Nach Alexander Hacks Handspiel wird es für die Rheinhessen ein „nerviges“ Spiel bei RB Leipzig. Mainz 05 verliert in der Bundesliga 1:4.

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          Nach seiner deutlichsten Niederlage als Cheftrainer des FSV Mainz 05 war Bo Svensson bedient. Der Däne machte den frühen Platzverweis von Abwehrspieler Alexander Hack als „spielentscheidende Szene“ aus und kommentierte lustlos: „Hier 70 Minuten in Rückstand und Unterzahl zu spielen, ist natürlich schwer. Dann war es ein anderes Spiel. Da gibt es von meiner Seite aus auch nicht so viel zu sagen.“ Das deutliche 1:4 bei RB Leipzig nach zwei Toren von Stürmer André Silva und drei Scorerpunkten von Joker Christopher Nkunku war am Samstag die logische Folge. Mainz wurde damit auch in der Tabelle wieder von den Sachsen überholt.

          Bundesliga

          Hacks Handspiel, das wohl ein sicheres Tor verhinderte, wurde mit einer Roten Karte und einem Strafstoß geahndet. „Das war mit Sicherheit spielentscheidend. Das war sehr bitter. Eigentlich haben wir zu zehnt ganz gut verteidigt. Die Viertelstunde nach der Pause aber war ein Blackout. Wir haben eine Delle abbekommen“, sagte Sportdirektor Martin Schmidt. Bei Leipzig hingegen war die neue Geschlossenheit direkt zum Rückrundenstart sichtbar. Neben Silva und Nkunku traf auch Ungarns Nationalspieler Dominik Szoboszlai. Der Mainzer Treffer von Jae Sung Lee blieb eine Randnotiz.

          „Müssen wir schnell abhaken“

          Torhüter Robin Zentner sagte: „Es war ein nerviges Spiel, das müssen wir schnell abhaken. Der Platzverweis hat das restliche Spiel beeinflusst. Das 3:1 direkt nach dem Anschlusstreffer hat uns den Stecker gezogen.“ Nach dem 0:1 zum Jahresende bei Rivale Eintracht Frankfurt war es bereits die zweite aufeinanderfolgende Niederlage für die 05er, die zwar 24 Punkte auf dem Konto haben, aber auch nur sechs Zähler vom Relegationsrang entfernt sind.

          Die Entwicklung unter Svensson spricht aber dafür, dass Mainz nicht in größere Schwierigkeiten gerät. „Wir müssen jetzt nach vorne gucken und die nächsten Spiele angehen – darauf liegt nun unser Fokus“, sagte Zentner. Der Spielplan meint es dabei gut. In der Liga geht es nun gegen die beiden Aufsteiger VfL Bochum (Heimspiel) und Greuther Fürth (auswärts) – dazwischen liegt noch ein Pokalspiel in Bochum, bei dem erstmals seit vier Jahren das Viertelfinale erreicht werden kann.

          Aussetzer wie Hacks Handspiel oder die folgenden Fehler vor den Gegentoren sollten sich dabei aber nicht wiederholen. „Wir haben gewusst, dass wir ein perfektes Spiel brauchen, um hier mindestens einen Punkt holen zu können – das haben wir nicht geschafft. Wir haben vier Gegentore kassiert, was natürlich viel zu viele sind. Selbst zu zehnt darf das nicht passieren“, kommentierte Außenbahnspieler Silvan Widmer kritisch. „Wir wissen, dass wir es in der Defensive definitiv besser machen müssen.“

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